Du glaubst zu wissen, was dich wirklich antreibt und glücklich macht? Das ist gut! Aber weißt du auch, was dabei in deinem Körper passiert? Die beiden Hormone Serotonin und Dopamin, synthetisiert aus Phenylalanin bzw. Tyrosin, sind verantwortlich für deine Antriebskraft und steuern deine Stimmung. In diesem Artikel erfährst du, was dabei genau in deinem Körper passiert und was du gegen einen möglichen Dopaminmangel tun kannst.

Dopamin lässt dich lächeln

Dopamin wird nicht umsonst auch „Glückshormon” genannt, denn es wird normalerweise ausgeschüttet, wenn du auf irgendeine Art und Weise belohnt wirst. Dinge, die dich einfach glücklich machen, wie z. B. Sport, dein Lieblingshobby, Musik, soziale Interaktion, sexuelle Aktivität usw. beeinflussen die Ausschüttung des Hormons und Neurotransmitters im Gehirn.

Daneben spielt noch ein weiteres Hormon eine wichtige Rolle, nämlich das sogenannte Wohlfühlhormon” Serotonin, welches ebenfalls als Belohnung für positive Erlebnisse ausgeschüttet wird. Du fühlst dich einfach gut, glücklicher und voller Energie. Dein Körper merkt sich dieses Hochgefühl. Es setzt eine Art Rückkopplung ein, die dich dazu motiviert, genau die Dinge zu wiederholen, die dich durch die Dopaminausschüttung glücklich gemacht haben. So motivieren die Hormone dich und lenken deine Aufmerksamkeit auf die Ziele, die du mit einem guten Gefühl verbindest.

Dein Gehirn belohnt dich also jedes Mal, wenn du einen Schritt in Richtung deiner persönlich gesteckten Ziele machst. Tatsächlich sorgen nur wenige Dinge für so eine große Dopaminausschüttung, wie das Erreichen von lange angestrebten Zielen. Leidest du aber an einem Mangel, wird auch bei Dingen, die dich normalerweise glücklich gemacht hätten, wenig von dem Hormon ausgeschüttet. Kein Wunder, schließlich ist einfach nicht so viel davon vorhanden und der positive Rückkopplungseffekt bleibt aus.

Dopaminmangel

Ein Dopaminmangel kann wie auch ein Serotoninmangel  verschiedene Gründe haben. Zum einen kann eine Störung der Dopaminrezeptoren vorliegen. Häufig sind aber eine Unterversorgung mit Vitaminen sowie Stoffen wie Tyrosin, die als Vorstufe für das Hormon fungieren, der Grund. Eine Studie der University of Amsterdam fand nun heraus, dass es so bei einem länger andauernden Mangel an Serotonin und Dopamin, zu einer verschlechterten Stimmung kommen kann. Die Patienten der Studie waren antriebslos und das gesamte Wohlbefinden war verschlechtert. [1] Ein Dopaminmangel kann dich aber langfristig gesehen nicht nur unglücklich machen, er kann auch verantwortlich für eine erhöhte Müdigkeit bis hin zu Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnislücken sein.

Take-Home-Message #1: Dopamin, auch genannt das „Glückshormon” belohnt dich bei Erfolg und Aktivitäten, denen du gerne nachgehst. Es versorgt dich mit Energie und treibt dich an, deine Ziele zu erreichen.

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So wirkt Dopamin gezielt in deinem Körper

Leidest du unter Motivations- und/oder Konzentrationsschwierigkeiten, kann dafür ein Mangel an Dopamin verantwortlich sein. Wie das funktioniert? Dopamin ist nicht nur ein Hormon, sondern auch ein Neurotransmitter. Das bedeutet, er ist ein Botenstoff im Gehirn, der zur Erregung der Nervenzellen dient und so für die Informationsverarbeitung mitverantwortlich ist. Ist zu wenig von diesen Botenstoffen vorhanden, kann es zu Motivations- und Konzentrationsproblemen kommen.

Denkt man an ein verschlechtertes Wohlbefinden, wird damit häufig der Neurotransmitter Serotonin, auch genannt das „Wohlfühlhormon” in Verbindung gebracht. Die Hormone werden tatsächlich häufig in Kombination ausgeschüttet, unterscheiden sich aber in bestimmten Punkten. So ist Serotonin eher für die allgemeine Stimmung zuständig, wohingegen Dopamin eher für deine Antriebskraft und Motivation sorgt.

In einer Studie der Sahlgrenska University of Gothenburg in Schweden fand man nun heraus, dass es aber nicht nur auf den Serotoninspiegel ankommt, wenn es darum geht, glücklich zu sein. Es scheinen auch noch weitere Neurotransmitter bei der Entstehung dieses Gefühls eine Rolle zu spielen. Patienten, die unter einem niedrigen Serotoninspiegel litten, hatten gleichzeitig auch eine Mangel an Dopamin. [2]

Take-Home-Message #2: Dopamin und Serotonin sind als Neurotransmitter für wichtige Steuerungsprozesse im Gehirn verantwortlich. Sind die beiden Stoffe in zu geringer Dosis in deinem Gehirn vorhanden, geraten diese Prozesse aus dem Gleichgewicht. Das kann wiederum einen negativen Einfluss auf deine Stimmungslage sowie deine Antriebskraft nehmen.

Wie kannst du dein Dopaminlevel erhöhen?

Dabei solltest du vor allem auf zwei Dinge achten:

1. Ziele stecken und Erfolge feiern!

Tu, was du tun willst! Klingt simpel, ist aber der natürlichste Weg, deinen Spiegel wieder zu erhöhen. Hast du schon länger kein Erfolgserlebnis mehr gehabt, vergisst der Körper den Rückkopplungseffekt des Hormons, welcher dich dazu antreibt, deine Ziele zu verwirklichen.

Stecke dir kleine Zwischenziele auf deinem Weg zum Ziel ab und belohne dich so auch schon für die kleinen Erfolge. Je häufiger wieder das Glückshormon ausgeschüttet wird, desto eher erinnert sich der Körper an seine eigene „Glücksdroge“ und wird diese wieder vermehrt bilden. Neurologisch betrachtet, reaktiviert das Gehirn gewisse Areale, die sonst verkümmern. Die dopaminergen Bahnen im zentralen Nervensystem, also die Bahnen über die das Glückshormon sonst transportiert werden, bilden sich stärker aus, je mehr Dopamin ausgeschüttet wird.

2. Die richtige Ernährung

Besonders Lebensmittel, die viel Omega-3-Fettsäuren enthalten, sind wichtig für deine Dopaminproduktion. Omega-3-Fettsäuren sind unter anderem für die Funktion und Struktur des Gehirns verantwortlich. Eine Studie der University of Tours in Frankreich fand heraus, dass eine gute Versorgung mit den Fettsäuren das im Gehirn verfügbare Dopamin erhöhen kann. [3]

Sie sind es, die die Strukturen für die dopaminergen Bahnen im zentralen Nervensystem aufbauen. Auch sind die Fettsäuren essentiell für den Aufbau von Synapsen und die Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels. Der Körper ist demnach in erheblichem Maße auf die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA) angewiesen.

Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Fisch wie Lachs und Makrele zu finden, aber auch Leinsamen enthalten viel Omega 3. 

Episode 54 | Hormone und ihre Wirkung in deinem Körper - Laura van de Vorst

Studien:

[1] http://www.nature.com/mp/journal/v12/n4/abs/4001949a.html 
[2] http://archpsyc.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=481645 
[3] https://www.researchgate.net/profile/Luc_Zimmer/publication/11447405_The_dopamine_mesocorticolimbic_pathway_is_affected_by_deficiency_in_n-3_polyunsaturated_fatty_acids/links/09e41505f226b64be1000000.pdf

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