Antioxidantien spielen eine wesentliche Rolle bei der Abwehr von freien Radikalen und damit bei der Reduktion von oxidativem Stress. Dieser entsteht, wenn das Gleichgewicht von Freien Radikalen und Antioxidantien im Körper zu Gunsten der schädigenden Radikale steht. Diese greifen deine Zellen im Körper und auch im Gehirn an. Was du dagegen unternehmen kannst, in welchen Lebensmitteln die Helfer für deine Gesundheit stecken und welches das stärkste Antioxidationsmittel der Welt ist, erfährst du in diesem Artikel!

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien sind gewissermaßen ein Schutzschild für unsere Zellen im Körper und im Gehirn und nehmen so Einfluss auf deine Gesundheit. Wovor sie unsere Zellen schützen? Antioxidantien bilden das Gegengewicht zu den so genannten “Freien Radikalen”, worunter man sauerstoffhaltige Moleküle versteht, die den Körper schädigen können. Diese entstehen in unserem Körper bei hoher UV-Einstrahlung, Umweltgiften oder auch durch die Einnahme von Medikamenten. Die freien Radikale greifen schließlich sehr schnell und aggressiv die gesunden Zellen an, denn ihnen fehlt in ihrer Struktur ein Elektron, das sie sich bei den gesunden Zellen rauben. Diesen Prozess nennt man Oxidation; ist der Prozess bereits weiter vorangeschritten spricht man von oxidativem Stress. Antioxidantien helfen schließlich die freien Radikale zu binden, daher werden sie auch als Radikalfänger bezeichnet. Das heißt: Sie geben freiwillig ein Elektron ab und schützen so die körpereigenen Zellen. Verschiedene Lebensmittel enthalten verschiedene Antioxidantien, was bedeutet, dass die Ernährung bei diesem Thema eine große Rolle spielt.

Freie Radikale vs. Antioxidantien

Leidest du an einem Mangel durch eine falsche Ernährung, werden zahlreiche schädigende Prozesse für deine Gesundheit durch freie Radikale hervorgerufen. Antioxidantien, die z.B. in grünem Tee enthalten sind, sorgen dafür, dass die Zellen in deinem Gehirn und deinem Körper geschützt werden. Sie sind also extrem wichtig für deine gesamte Gesundheit! Das moderne Leben bringt aber eine Vielzahl an freien Radikalen mit sich. Neben den genannten Umweltfaktoren, die wir oft nicht beeinflussen können, wird die Bildung von freien Radikalen vor allem auch durch unseren modernen Lebensstil gefördert. Stress und Hektik, unausgewogene Ernährung, Genussmittelkonsum wie Rauchen sowie moderne Zivilisationserkrankungen begünstigen das Entstehen von Freien Radikalen. Häufig kann der Körper die große Menge an daraus resultierenden freien Radikalen nicht mehr abfangen und es entsteht ein Mangel an Antioxidantien. Das ursprünglich ausgewogene Verhältnis von Freien Radikalen und den so wichtigen Antioxidantien gerät in eine bedrohliche Schieflage: Der Körper wird mit der Flut an Freien Radikalen nicht mehr fertig und der bereits erwähnte oxidative Stress ist die Folge. Oxidativer Stress gilt als große Gefahr für die Gesundheit, da er nur durch antioxidative Kräfte gestoppt werden kann, viele sich darüber aber nicht im Klaren sind.

Dieser Mangel wird meistens durch die moderne Ernährungsweise noch bestärkt. Die herkömmlichen Lebensmittel sind häufig mit Pestiziden belastet und Obst und Gemüse, die eine große Menge an Antioxidantien enthalten, stehen häufig gar nicht, oder nur in geringen Mengen auf dem Speiseplan. Aus diesem Grunde ist extrem wichtig darauf zu achten, antioxidantienreich zu essen, sei es in Form von Lebensmitteln oder Supplements.

Take-Home-Message #1: Leidest du an einem Mangel an Antioxidantien, nehmen die reaktiven freien Radikale in deinem Körper überhand und beginnen alle Zellen in deinem Körper und Gehirn anzugreifen.

Welche Schäden können freie Radikale anrichten?

Freie Radikale gehören zu den schädlichsten Verbindungen in unserem Körper. Ursprünglich entstehen freie Radikale als „Abfallprodukt“ der Atmung - schließlich werden generell fünf bis zehn Prozent des Atemsauerstoff in hoch aggressive Sauerstoffradikale umgewandelt. Normalerweise ist dies nicht weiter gefährlich, da du ohnehin über Schutz- und Reparaturmechanismen verfügst. So schickt er seine körpereigenen Radikalenfänger los, die die unerwünschte Oxidation von Körperzellen zu verhindern wissen. Im Regelfalle besitzt jeder Mensch genug antioxidative Kräfte, um sie zu kontrollieren. Wenn nicht, kann die Oxidation bewirken, dass die regulären Entgiftungs- und Reparaturmechanismen der Zellen behindert werden. Zellerneuerung bzw. -regeneration ist die Voraussetzung für die reibungslose Aufrechterhaltung der Körperfunktionen; insbesondere auch, was die Funktion der Gelenke angeht.

Normalerweise lassen die Regenerationsmechanismen der Zellen erst im Alter nach. Oxidativer Stress kann somit zu einem vorzeitigen Alterungsprozess führen - und steht außerdem im Verdacht, an über einhundert Erkrankungen beteiligt zu sein. Dazu zählen vor allem neurodegenerative Leiden, d.h. die kognitive Funktionen des Gehirns können eingeschränkt werden. Zum Beispiel hat sich eine Studie der University of Texas mit dieser Thematik beschäftigt und herausgefunden, dass die Antioxidantien die Neuronen in deinem Gehirn schützen können². Die Studie konnte ebenfalls ermitteln, dass in Regionen, in denen Antioxidantien fester Bestandteil der Ernährung sind, neurodegenerative Krankheiten seltener vorkommen und im Gegenteil eine verbesserte mentale Leistungsfähigkeiten zeigten.

Take-Home-Message #2: Freie Radikale bzw. der daraus resultierende oxidative Stress kann zu einem vorzeitigen Alterungsprozess führen und der Grund für weitere Erkrankungen sein!

Erhöhte Performance - erhöhter Bedarf!

Du bist aktiver Sportler - und das gilt auch für Freizeitsportler - und liebst die Bewegung? Dann zählst du definitiv zu denen, die einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien haben. Aufgrund der intensiven ablaufenden Stoffwechselprozesse, erhöht sich auch der oxidative Stress, dem mit einer erhöhten Dosis entgegen gewirkt werden sollte. Auch in der Schwangerschaft steigt der oxidative Stress. Möchte eine werdende Mutter sich ausreichend mit Antioxidantien versorgen, sollte sie neben der Grundversorgung mit den Radikalfängern, auf eine bedarfsdeckende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren achten. Omega-3-Fettsäuren, wie Eicosapentaensäure oder Docosahexaensäure, fungieren nämlich nicht nur als wirksame Antioxidantien, sondern sind auch essentiell für die Ausbildung von dem Gehirn des Fötus’.

Zum Schluss besitzen all jene einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien, die tagtäglich ein hohes Maß an mentaler Leistungsfähigkeit erbringen müssen. Denn die freien Radikale greifen nicht nur die Zellen an, sondern auch in deinem Gehirn! Ein sehr wichtiges Antioxidant für dein Gehirn ist schwarzer Pfeffer, auch genannt Piperin. Schwarzer Pfeffer wirkt als Bioenhancer, das heißt er dient als natürlicher Verstärker für andere Wirkstoffe und wird deshalb auch in vielen Supplements verwendet. Piperin besitzt aber gleichzeitig auch eine antioxidative Kraft. Piperin schützt die Verbindungen der Nervenzellen und verhindert so, dass die Nervenzellen frühzeitig durch freie Radikale altern. Eine Studie der University of Texas fand heraus, dass neurodegenerative Erkrankungen in Regionen, in denen Piperin viel zum Kochen verwendet wird, seltener vorkommen. Damit konnte die neuroprotektive und antioxidative Wirkung von Piperin belegt werden. (Studie 1)

Ein weiterer wichtiger Antioxidant für dein Gehirn ist Grüner Tee, wie zahlreiche Studien aus China herausfanden. (Studie 2) Grüner Tee wird in asiatischen Ländern seit Jahrtausenden getrunken. Er schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch sehr gesund! Besonders das enthaltene Epigallocatechin, kurz ECGC, stellte sich als natürliches Antioxidants heraus. Es kann die reaktive Sauerstoff-Spezies im Körper abfangen und schützt die Zellen so vor oxidativem Stress. Auch psychologischer Stress wird durch Grünen Tee verringert. Zudem stellten Studien in China fest, dass der Konsum von Grünem Tee im Alter mit einer besseren kognitiven Leistungen korrelierte.

Take-Home-Message #3: Du erbringst regelmäßig Höchstleistungen, sei es beim Sport oder im mentalen Bereich? Dann hast du definitiv einen erhöhten Bedarf und solltest überlegen Antioxidantien zu kaufen, da eine erhöhte Leistung auch mit erhöhtem oxidativen Stress einher geht.

Antioxidantien

Sofortmaßnahmen gegen Freie Radikale

Durch nur geringe Änderungen deines Lebensstils kannst du dazu beitragen, die Anzahl der freien Radikale in deinem Stoffwechsel zu verringern!

Hohe UV-Strahlung meiden:

  • Sonnenschutz bzw. Schutzkleidung benutzen
  • Urlaub in strahlungsärmeren Gebieten verbringen

Genussmittelkonsum einschränken:

  • Alkoholkonsum reduzieren
  • Süßigkeiten-/Junkfood-Verzehr auf einzelne Gelegenheiten beschränken
  • Rauchen aufgeben

Antioxidantienreich ernähren:

  • frisches Obst und Gemüse bevorzugen
  • tierische Fette durch Pflanzenöle ersetzen
  • antioxidative Supplements

Das sind die stärksten Antioxidantien in der Ernährung

Zu den stärksten Antioxidantien zählt Astaxanthin, das in Algen oder Krillöl enthalten ist. Man sagt, dass es um einiges besser wirken soll als beispielsweise ß-Carotin und sogar eine um ein vielfaches stärkere antioxidative Wirkung haben soll als Vitamin E. Astxanthin trägt daher auch den Beinamen "König der Antioxidantien" oder "Überantioxidans".

Weitere bekannte Antioxidationsmittel sind beispielsweise Vitamin C, Vitamin E und das Provitamin A, weshalb es diese nicht umsonst häufig als Tablette oder Kapsel zu kaufen gibt. Während sich Vitamin C in nahezu allen frischen Gemüsen und verschiedensten Obstsorten findet, ist das Provitamin A, auch als ß-Carotin bekannt, vor allem in tiefgelbem und orangefarbenem Obst und Gemüse enthalten, also in Karotten, Süßkartoffeln, Pfirsichen, Mango, Kürbissen, Sanddorn etc. Aber die Lebensmittel Liste ist noch länger. Auch in dunkelgrünem Gemüse und Kräutern, wie beispielsweise Spinat oder Löwenzahn, findet ihr es. Vitamin E kommt vor allem in Pflanzenölen vor. Andere gute, natürliche Lieferanten sind Tomaten. Das in ihnen enthaltene Lycopin gilt als „Super-Antioxidants“. Studien haben gezeigt, dass Lycopin zehnmal besser in der Lage ist, Freie Radikale abzufangen als Vitamin E. Zu beachten ist jedoch, dass das Kochen die antioxidative Wirkung von Tomaten um ein Vielfaches steigert, Tomaten also besser nicht roh konsumieren. Auch lässt sich mit dem Antioxidants Coenzym Q10 gegen Freie Radikale vorgehen. Es ist mittlerweile Bestandteil vieler Hautcremes im Anti-Aging-Bereich, wirkt aber auch innerlich und über die Nahrung aufgenommen gegen die Zerstörung der Zellen.

Lebensmittel Liste: Antioxidationsmittel

  • Krillöl
  • Grüner Tee
  • Schwarzer Pfeffer
  • Tomaten bzw. Tomatenextrakt (Lycopin)
  • Beeren wie Blaubeeren
  • Holunderbeeren
  • Acerolakirsche
  • Zitrusfrüchte wie Orange
  • Broccoli
  • Spinat
  • Granatapfel
  • Traubenkernextrakt
  • Coenzym Q10

Antioxidantien kaufen - Was du beachten musst

Wer sich dazu entscheidet, auf Nummer sich zu gehen und Antioxidantien in Form von Kapseln oder Tabletten zu kaufen, sollte dabei einige Dinge beachten, damit die Supplements auch wirklich gut gegen die Schäden durch freie Radikale wirken. Antioxidantien kaufen, kann man zwar auch in der Drogerie oder in der Apotheke - schließlich gelten die Vitamine C und E jeweils als ein sehr wirkungsvolles Antioxidant - doch ist deren Konzentration meist gering und dementsprechend ist auch die Wirkungskraft begrenzt. Am besten lassen sich Antioxidantien kaufen, wenn man sich direkt einen Hersteller aussucht, der sich auf diese Problematik spezialisiert hat. Die höchste Wirksamkeit besitzen Supplements, in denen die Wirkungskraft verschiedenster Antioxidantien kombiniert wird und sich so die einzelnen Wirkstoffe sich noch verstärken können. Zu diesen Kombinationsprodukten gehört beispielsweise auch BRAINEFFECT MOOD, die durchdachte Wirkstoffkombination hilft dir dabei, dein Wohlbefinden zu unterstützen. Das stärkste bekannteste Antioxidant findest du jedoch in Krillöl wie z.B. BRAINEFFECT KRILL BOOST

Studien

1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3183139/
2. http://www.tandfonline.com/doi/ref/10.1179/1476830511Y.0000000035?scroll=top&