Mit Sicherheit hast du schon mal von dem Begriff “Burnout” gehört. Doch wie sieht es mit dem gegenteiligen "Boreout" aus?

Die vielleicht weniger bekannte Erscheinung des Boreouts bezeichnet allgemein die Unterforderung und Langeweile am Arbeitsplatz und deren gesundheitliche Folgen auf Körper und Psyche.

Wer ständig unterfordert ist, wird auf die Dauer krank - man ist ausgebrannt vor Langeweile. Wir haben für dich die 5 besten Tipps gegen das Boreout-Syndrom zusammengestellt!

 

 

1. Die Symptome eines Boreouts

Tatsächlich sind die Symptome von Burnout und Boreout sehr ähnlich. Depressionen, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Tinnitus, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Magen- und Darmleiden sind typisch.

Die Symptome sind ähnlich, doch die Gründe dafür könnten kaum unterschiedlicher sein. Leidet der Betroffene von Burnout unter Überforderung und Stress, zeichnet sich ein Boreout vor allem durch Langeweile und Desinteresse an der eigenen Tätigkeit aus.

Das Kunstwort “Boreout” kann ins deutsche mit “ausgelangweilt” übersetzt werden und beschreibt den Zustand, wenn gar nichts mehr vor Langeweile geht.

Nach einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und des Bundesinstitutes für Berufsbildung leidet jeder siebte Angestellte in Deutschland unter einem Boreout, wobei die Symptome häufig falsch gedeutet werden. [1]

Laut den Ergebnissen der Studie, fühlen sich die Betroffenen häufig fachlich unterfordert und haben das Gefühl, die eigenen Kompetenzen nicht sinnvoll einbringen zu können.

Ist der Job dann zusätzlich noch sehr zeitintensiv und fehlt der Ausgleich in der Freizeit, treten die Symptome eines Boreouts ein. Die wesentliche Problematik besteht nun darin, das Boreout-Syndrom zu erkennen und dann zu bekämpfen.

Denn wer gibt schon gerne bei dem eigenen Chef zu, dass die Tätigkeit langweilt bzw. man kein Interesse dafür aufbringen kann? Viele fürchten sich vor der Kündigung und geben dem Chef vor, beschäftigt und zufrieden zu sein.

Diese Verhaltensstrategie lässt sich aber auf Dauer schwierig aufrecht erhalten und selbst das Simulieren von Geschäftigkeit ist für den Betroffenen irgendwann nicht mehr umsetzbar.

Um die Zeit auf der Arbeit zumindest irgendwie sinnvoll zu verbringen, flüchten sich die Betroffenen in private Ablenkung und verschwenden ihre Zeit mit dem Surfen auf Facebook oder dem Planen des nächsten Urlaubs.

Auch das mag kurzzeitig Ablenkung verschaffen, ist aber ebenfalls keine langfristige Strategie. Woran das liegt? Schlicht in der Tatsache, dass der Mensch die Arbeit braucht.

Das Gefühl von sinnvoller Beschäftigung bzw. beruflichem Erfolg, egal in welchem Ausmaß, erfüllt jeden. Fehlt der berufliche Erfolg, die sinnvolle Tätigkeit, oder jegliche Form von Anerkennung und Lob. Das Gefühl, nicht gewertschätzt zu werden, erhöht Unzufriedenheit und Frust noch zusätzlich.

Take-Home-Message #1: Als Boreout bezeichnet man einen Zustand chronischer Unterforderung. Den Betroffenen fällt es schwer, aus diesem Zustand auszubrechen und fürchten sich vor dem möglichen Jobverlust. So steigt die Frustration noch mehr an.

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2. Das Heilmittel gegen Boreout - Positiver Stress

Klar, ein entspannter Arbeitsalltag kann auch etwas schönes haben, denkst du und findest, man kann gar nicht genug freie Zeit haben? Das stimmt nur zum Teil, denn die perfekte Balance zwischen Herausforderung und Erholung spielt in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle und beeinflusst darüber hinaus, wie leistungsfähig du bist.

Zu viel Erholung bzw. Langeweile, in Form von Boreout, verringern nämlich deine Belastbarkeit. Vor allem dein Geist baut ab, wenn er nicht von Zeit zu Zeit herausgefordert wird.

Wusstest du, dass mentale Herausforderungen deine Gehirnfunktionen verbessern? Diese positive Form der Herausforderung trägt den Namen “Eustress” und erhöht langfristig deine Leistungsfähigkeit.

Wie das funktioniert? Genau genommen trainieren sie dein Arbeitsgedächtnis. In diesem werden Informationen kurzfristig abgespeichert. Je häufiger dieses benutzt wird, desto schneller arbeitet dieses auch.

Mentale Anreize auf der Arbeit durch zum Beispiel anspruchsvolle Aufgaben, die auch mal stressig sein können, steigern aber langfristig deine Leistungsfähigkeit und machen dich belastbarer.

Auch wenn das vielleicht anstrengender sein mag. Solche anspruchsvollen Situationen stärken Körper und Geist, da ein ganzer Cocktail an Hormonen ausgeschüttet wird, der dich auf die Situation vorbereiten soll.

Gerätst du in eine herausfordernde Situation, verschnellert sich deine Atmung, dein Herzschlag und es werden Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Diese Funktionen deines Körpers wirken unterstützend und aktivieren dich.

So stellt die verschnellerte Atmung beispielsweise deinem Gehirn mehr Sauerstoff zur Verfügung. Hast du die Situation erfolgreich gemeistert, schüttet dein Körper Dopamin und Serotonin, die sogenannten Glückshormone aus.

Eine Studie der University of Amsterdam hat sich damit beschäftigt was passiert, wenn bei Betroffenen über einen längeren Zeitraum, wenig Dopamin und Serotonin ausgeschüttet wird. [2]

Die Studie ergab, dass ein Mangel an den beiden Hormonen und Neurotransmittern dafür sorgt, dass du dich nicht nur unglücklich fühlst, sondern auch weitere negative Effekte dadurch eintreten.

Dazu zählen unter anderem Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnislücken. Eine chronische Unterforderung, in Form von Boreout, löst also auf neuronaler Ebene einige Effekte aus, die dazu führen, dass du dich noch schlechter fühlst. Du weißt, dass du dich aus deinem Boreout befreien musst und suchst darüber hinaus nach Unterstützung?

BRAINEFFECT HACK: Unsere MOOD Kapseln enthalten Vitamin C, was deine Zellen gegen oxidativen Stress unterstützt und Vitamin B12 für eine normale kognivite Funktion. Außerdem dient das enthaltene L-Tryptophan dem menschenlichen Organismus als Grundlage zur Produktion des Wohlfühlhormons Serotonin. So gehst du mit einem guten Gefühl durch deinen Tag.

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Ein weiterer erstaunlicher Effekt des Boreouts, hängt mit dem Hormon und Neurotransmitter Oxytocin zusammen. Dieses wird ebenfalls ausgeschüttet, wenn man das Gefühl hat, eine sinnvolle und wichtige Aufgabe zu erledigen und auf der Arbeit als wichtiger Mitarbeiter gewollt zu sein.

Wird es ausgeschüttet, löst das ein positives, belohnendes Gefühl in dir aus. Ganz nebenbei hat es auch noch einen wichtigen Effekt auf deine Gesundheit, da es dein Herzkreislaufsystem schützt und als natürlicher Entzündungshemmer wirkt, wie eine Studie der Harvard School of Public Health in Boston herausfand. [3]

Betroffene, die unter einem Boreout leiden, kommen sehr selten in Situationen des positiven Stresses. Dementsprechend sammeln sie all diese Erfahrungen nicht und das positive Erfolgsgefühl durch die Hormonausschüttung bleibt schlichtweg aus.

Take-Home-Message #2: Ein gewisses Maß an positivem Stress ist nicht nur gut für deine Stimmungslage, sondern beeinflusst auch deine Gesundheit und mentale Leistungsfähigkeit. Daher gilt: Raus aus dem Boreout! Die folgenden Tipps gegen Boreout werden dir dabei helfen.

Boreout

3. 5 Tipps, um gegen Boreout anzukämpfen!

Selbsterkenntnis und Dokumentation

Der erste Weg zur Besserung ist, wie so oft, die Selbsterkenntnis. Eine Diagnose, ob du unter Boreout leidest oder nicht, kannst du selbst stellen.

Wenn du eingesehen hast, dass du am Boreout erkrankt bist, bedeutet dies, dass du dir deiner Situation im Klaren bist und vor allem bereit bist, etwas zu verändern.

Nur, weil man aber weiß, dass man etwas verändern muss, weiß man aber nicht zwangsläufig, was das ist. Fange erst einmal an, zu dokumentieren, was dich genau langweilt bzw. mit was du genau deine Zeit auf der Arbeit verbringst.

Wie schnell erledigst du dein Aufgaben und wie oft schindest du dabei häufig Zeit, nur um beschäftigt zu wirken? Was macht dir an deinem Job noch Spaß bzw. was nicht?

Wenn du dir darüber einmal Klarheit verschafft hast und die Dinge aufgeschrieben hast, kannst du zu Tipp 2 übergehen.

1. Das Gespräch mit dem Chef suchen

Ergreife Eigeninitiative und suche das Gespräch mit deinem Chef. Du weißt jetzt genauer, was dir an deinem Job Spaß macht und was das Boreout verursacht.

Vielleicht hast du dir auch schon im Vorfeld überlegt, welche anderen Aufgabenfelder dir Spaß machen und kannst diese deinem Chef vorschlagen.

Du solltest keine Angst vor diesem Gespräch haben, denn auch dein Chef hat Interesse an motivierten und zufriedenen Mitarbeitern. Keiner profitiert von deiner Langeweile bzw. von deinen Verhaltensstrategien, um deine Untätigkeit zu überspielen.

2. Balance zwischen Sinn, Zeit und Geld schaffen

In der Regel sind drei Faktoren für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ausschlaggebend: Sinn, Zeit und Geld. Geld allein macht eben nicht glücklich, man braucht auch Freizeit und muss einen Sinn in seiner Tätigkeit sehen.

Nur wer alle drei Faktoren in einem guten Gleichgewicht hält, muss keinen Boreout fürchten. Falls du gerade also das Gefühl hast, deine berufliche Situation nicht verändern zu können, weil du auf das Geld angewiesen bist, könntest du vorübergehend versuchen, deine Freizeit herausfordernder zu gestalten.

Auch Sport kann dir hier helfen. Wenn man seinen Körper voll auspowert, ist das auch eine Wohltat für deinen Kopf, da Endorphine ausgeschüttet werden, die dich glücklich machen.

Aber auch Sport, wie beispielsweise Klettern, kann deinen Geist fordern, positiven Stress erzeugen und so deine Hormonproduktion ankurbeln!

3. Konsequenzen ziehen

Hat sich deine Situation auch durch neue Aufgabenfelder nicht geändert und du bist nach wie vor unmotiviert und unterfordert am Arbeitsplatz? Dann solltest du über eine komplette Neuorientierung nachdenken.

Es ist nun einmal so, dass dein Job einen Großteil deiner Lebenszeit einnimmt und die solltest du nicht im chronischen Boreout verbringen.

Suche dir neue Herausforderungen, sei es in einem neuen Job oder vielleicht sogar in Form einer Weiterbildung? Vielleicht siehst du auch die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen und dein eigenes Business aufzubauen?

4. Auch in der Freizeit einen intellektuellen Ausgleich suchen

Wenn du in deinem Job unterfordert bist und an Boreout leidest, so hast du immer noch die Möglichkeit deinen Geist in deiner Freizeit auszupowern.

Suche dir eine intellektuelle Herausforderung, der du nach dem Feierabend nachgehen kannst und mit der du dich weiterbildest. Wer sagt denn, dass Stillstand bei der Arbeit, gänzlicher Stillstand in deinem Leben bedeutet.

Das ist erstmal nur ein Job, den du wechseln solltest, sobald du bereit bist. Bis dahin schadet es nicht, dich einfach schlauer und kompetenter zu machen.

Lerne eine neue Sprache, lese Bücher, schreibe dich für einen VHS-Kurs ein oder tausche dich in geistreichen Gesprächen mit Freunden und Bekannten aus - all das wird dir helfen nach der Arbeit einen Ausgleich zu finden, so dass du deine Unterforderung ausgleichen kannst.

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4. Fazit

Das Boreout kann die selben Symptome wie ein Burnout haben, aber statt durch eine dauerhafte Überlastung aus eine dauerhaften Unterlastung entstehen. Im ersten Schritt ist es wichtig, die Symptome erst einmal zu erkennen. Anschließend kannst du die Ursache finden und daran arbeiten deine täglichen Aufgaben interessanter zu gestalten.

5. Quellen 

[1] https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/Gd68.pdf?__blob=publicationFile
[2] http://www.nature.com/mp/journal/v12/n4/abs/4001949a.html
[3] http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306453013002369