Oxytocin, auch bekannt als das Kuschelhormon oder das Bindungshormon, spielt eine zentrale Rolle, wenn es um dein Wohlbefinden geht. Was genau Oxytocin ist, wie die genaue Wirkung aussieht und auf welche Weise du das Hormon steigern kannst, um dein Wohlbefinden zu verbessern, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist Oxytocin?

Oxytocin ist Hormon und Neurotransmitter zugleich und hat damit eine Vielzahl an Wirkungen. Es besteht aus neun Aminosäuren und wird von der Hirnanhangdrüse ins Blut abgegeben. Die wohl bekannteste Wirkung von Oxytocin steht im Zusammenhang mit der Geburt. Oxytocin sorgt für die Wehen bei der Geburt und den Milcheinschuss und wird daher auch in der klinischen Geburtshilfe zur Unterstützung eingesetzt. Genauso sorgt das Kuschelhormon aber auch für die Bindung zwischen Mutter und Kind und generell von Menschen.

Auf physiologischer Ebene bewirkt Oxytocin noch mehr, denn es reguliert den Blutdruck und den Cortisolspiegel. Diese beiden Faktoren spielen wiederum eine entscheidende Rolle, wenn es um die Verarbeitung von Stress geht. Cortisol trägt nämlich nicht umsonst den Beinamen Stresshormon. Grundsätzlich wirkt Cortisol anregend auf dich und macht dich in herausfordernden Situation wach und leistungsfähig. Wenn du aber chronisch unter Stress stehst, hat Cortisol negative Folgen auf deine Gesundheit.

Eine Studie der University of Uppsala in Schweden hat sich mit der Verhältnis von dem Kuschelhormon Oxytocin und Stress beschäftigt und konnte herausfinden, dass der Neurotransmitter mildernd auf die so genannte HPA-Achse im Gehirn wirkt, an deren Ende die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol steht. Das wiederum reduziert die Folgen von Stress und lässt dich entspannter sein¹. Auf physiologischer Ebene sorgt Oxytocin also dafür, dass Stress, bzw. die Folgen von Stress reduziert werden können und du dich entspannter fühlst. Aber auch im Gehirn hat der Neurotransmitter eine zentrale Funktion und verbessert, wenn er ausreichend vorhanden ist, dein Wohlbefinden.

Die Wirkung von Oxytocin auf dein Wohlbefinden und deine Gesundheit

Jeder Mensch braucht körperliche Nähe. Das weiß auch dein Gehirn, denn es schüttet bei sozialen Bindungen, Berührungen und Sex das Hormon Oxytocin aus. Aufgrund dieser Wirkung ist Oxytocin auch unter dem Spitznamen “Kuschelhormon” bekannt. Sobald das Hormon bzw. der Neurotransmitter ausgeschüttet wird, versorgt dich das mit einem guten Gefühl. So sorgt es dafür, dass dein Wohlbefinden gesteigert wird. Da es sich bei dem Stoff aber nicht nur um ein Hormon, sondern auch um einen Neurotransmitter handelt, zirkuliert es nicht nur in deinem Blut, sondern auch in deinem Gehirn und steuert so die Aktivität bestimmter Nervenzellen.

Eine Studie der University of Zurich hat sich genauer angeschaut, wie Oxytocin auf die Nervenzellen wirkt und dabei herausgefunden, dass du empfänglicher für zwischenmenschliche Signale wirst². Die Studie untersuchte den Zusammenhang von Oxytocin auf das Vertrauen in andere Menschen, was sogar Einfluss auf das eigene Handeln der Probanden nahm. Es zeigte sich, dass das Oxytocin das Vertrauen in andere Menschen und damit auch in das eigene Handeln stärkt.

Je mehr die Testpersonen, denen der Stoff und kein Placebo verabreicht wurde, in ihre Mitmenschen vertrauten, desto selbstbewusster wurden sie in ihrem eigenen Handeln. Offener und gelassener in zwischenmenschlicher Interaktion? Diese Wirkung scheint Oxytocin zu besitzen, wie jetzt auch eine Studie des Department of Physiology and Pharmacology in Stockholm, Sweden weiterführend untersuchte, die genauso wie die Forscher die Universität in Zürich vorgingen.³

Indem Oxytocin die Ausschüttung von Cortisol verringert, reduziert es Stress und aktiviert das Belohnungssystem. Danach gingen die Testpersonen entspannter mit ihren Mitmenschen um und es verbesserte auf diese Weise ganz einfach das gesamte Miteinander.

Die Vorteile des Bindungshormons auf einen Blick

  1. Es kann Stress reduzieren → entspannt 
  2. Es kann das Belohnungssystem aktivieren → gutes Gefühl 
  3. Es kann zu einem vertrauten im Umgang mit den Mitmenschen führen→ besseres Miteinander

Fördert das Kuschelhormon Neid und Schadenfreude?

Die Forscher des Department of Psychology der University of Amsterdam konnten in einer Studie allerdings auch die Kehrseite des so beliebten Hormons belegen.⁴ Die Problematik bei Oxytocin als Supplement besteht darin, dass es die Zugehörigkeit innerhalb einer Gruppe stärkt, aber auch die Rivalität zu allem Bedrohlichen erhöht. Die Forscher der University of Amsterdam ließen mehrere Gruppen in einem Wettkampf gegeneinander antreten.

Die Gruppe, die vorher Oxytocin verabreicht bekommen hatte, war innerhalb der Gruppe harmonischer, versuchte die eigene Position aber aggressiver als die anderen durchzusetzen. Widersprüchlich ist das Ergebnis der Studie nicht, schließlich dient Oxytocin ursprünglich dazu die Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken. Die Testpersonen fühlten sich daher übermäßig mit ihrer Gruppe verbunden und versuchen sie nach außen hin zu schützen und zu verteidigen.

Oxytocin

Wo kann ich Oxytocin kaufen?

Durch die verschiedenen Studien wird deutlich, dass die Wirkungsweise von Oxytocin vielfältig sind und die Forschung aktuell noch dabei ist, die genaueren Mechanismen zu erkennen und zu erläutern. Vor allem ist die Forschung noch damit beschäftigt die Dosierung und genaue Wirkung zu untersuchen. Auch scheint unklar, wie viel von der bei Studien verabreichten Menge, tatsächlich das Gehirn erreicht und die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Auch andere Wege ins Gehirn, die die Konzentration des Hormons erhöhen, gibt es offenbar nicht. Weder bestimmte Nahrungsmittel, noch andere Umweltfaktoren können Einfluss auf die Konzentration von Oxytocin im Blut oder Gehirn nehmen.

Damit in Verbindung steht, dass der Spiegel des Hormons im Blut, nicht mit dem im Gehirn korreliert. Das bedeutet, selbst wenn man Oxytocin bei Probanden injiziert, dass man dadurch nicht zwangsläufig die Konzentration des Neurotransmitters im Gehirn erhöht. Klingt ganz schön kompliziert? Ist es aber gar nicht, denn all diese unterschiedlichen Studienergebnisse zeigen nur, dass Oxytocin noch kein verwendbares Supplement ist und es damit auch noch nicht zu kaufen gibt! Da die Forschung aktuell noch dabei ist die Wirkung des Hormons genau zu bestimmen, kannst du Oxytocin noch nicht kaufen. Zahlreiche Anbieter verkaufen Oxytocin jedoch in Form von Nasenspray, wobei hier gilt: Finger weg! Zum einen ist bei diesen Nasensprays die Wirkstoffzusammensetzung nicht genau nachzuvollziehen und zum anderen steckt die Forscher, wie beschrieben, immer noch in den Anfängen.

10 Wege, wie du dein Oxytocin-Level natürlich erhöhen kannst

  1. Massagen 
  2. Kuscheln & Sex 
  3. Dinge zu tun, die man liebt
  4. Tiere streicheln 
  5. Die Sinne aktivieren durch gutes Essen / gute Musik 
  6. Ganz viele Umarmungen 
  7. Soziale Interaktion auf Social Media 
  8. Meditation 
  9. Geschenke schenken 
  10. Empathisch sein

Oder: das Wohlbefinden steigern, ganz ohne Oxytocin

Es ist nun deutlich geworden, dass Oxytocin weder durch ein Supplement, noch durch andere Grundstoffe im Gehirn gesteigert werden kann. Das ist allerdings nicht weiter tragisch, denn Oxytocin ist nicht das einzige Hormon, das Auswirkungen auf dein Wohlbefinden hat. Dopamin und Serotonin, das Glücks- und das Wohlfühlhormon, lassen sich tatsächlich durch ein paar Tricks steigern bzw, kaufen!

Das wohl beste Hormon, um dein Wohlbefinden zu steigern, ist Dopamin, das vor allem für deine mentale Leistungsfähigkeit, Antriebskraft und Motivation verantwortlich ist. Bist du gut mit Dopamin versorgt, fühlst du dich voller Energie, wobei das Hormon dann ausgeschüttet wird, wenn du Erfolge feierst. Ganz egal ob beim Sport, im Privatleben oder beim Sport: Schaffst du es Erfolge zu erzielen, wie klein sie auch sein mögen, schüttet dein Körper Dopamin aus. Dein Körper merkt sich dieses Hochgefühl und will immer mehr davon.

Dieser Rückkopplungseffekt ist gewissermaßen deine körpereigene Droge, die dich dazu anregt Dinge zu tun, die dein Wohlbefinden steigern. Am einfachsten pusht du dein Dopaminlevel für mehr Wohlbefinden, in dem du dir versuchst möglichst viele kleine Ziele zu stecken und jeden Erfolg bewusst zu feiern. Dadurch wird mehr und mehr Dopamin ausgeschüttet und du wirst eine Verbesserung auf dein Wohlbefinden garantiert spüren können.

Auch kannst du versuchen deine Ernährung umzustellen und vermehrt Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen. Die Fettsäuren sind essentiell, um die Arbeit von Dopamin im Gehirn zu gewährleisten. Das Gleiche gilt für das zweite wichtige Glückshormon, das du auf natürliche Art und Weise pushen kannst. Die Rede ist von Serotonin und für dessen Aufbau werden ebenfalls wichtige Aminosäuren, wie L-Tryptophan, benötigt. Die wichtigen Aminosäuren, die für den Aufbau von Serotonin und Dopamin so wichtig sind, findest du vor allem in Nüssen, Fisch und Weizen.

Auch wenn die Hormone auf ähnlichen Grundstoffen beruhen: Serotonin hat als Hormon und Neurotransmitter vor allem Einfluss auf deine Stimmungslage. Ein Mangel an Serotonin steht häufig in Verbindung mit Depressionen, denen man durch die Erhöhung von Serotonin entgegen wirken kann. Ganz natürlich kann auch manchmal schon die Sonne helfen. Denn die Sonne, genauer gesagt, das dabei in der Haut gebildete Vitamin D, ist von Nöten, um Serotonin in deinem Körper zu bilden. Es bedarf also nicht nur der richtigen Ernährung, sondern auch Vitamin D, um dein Serotoninlevel und damit dein Wohlbefinden zu erhöhen.

Der letzte Tipp, um etwas für dein Wohlbefinden zu tun, ist BRAINEFFECT MOOD. Das Supplement enthält eine Kombination an Stoffen, die dich dabei unterstützen, dass du dich besser fühlst. MOOD enthält daher Vitamin D und die wichtige Aminosäure L-Tryptophan, die deine Serotoninspeicher wieder auffüllen, wenn du nicht genug an die frische Luft und genug Sonnenstrahlen kommst. 

Studie

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11390754
  2. http://www.news.uzh.ch/de/articles/2011/fremden-vertrauen-dank-oyxtocin.html
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9924739 
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20538951