Sind exogene Ketone ihren Hype wert und das nächste Super-Supplement für mehr Performance? Was steckt genau dahinter? Hier findest du es heraus!

 

 

Verschafft dir Ketose mehr Leistungsfähigkeit und Power? Das erhoffen sich viele, die sich für die Keto-Diät entschieden haben. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Doch was ist, wenn es mal schneller gehen soll, aber du deinen Körper noch nicht fett-adaptiert hast?

Vielleicht hast du jetzt einfach keine Zeit, wochen- oder monatelang zu warten und deine Ernährung umzustellen, weil das nächste große Projekt unmittelbar bevorsteht. Hier könnten dir die sogenannten exogenen Ketone weiterhelfen.

1. Was sind Ketone?

Ketone – oder auch Ketonkörper – werden von der Leber aus mobilisierten Fettsäuren produziert, sobald dein Körper kein Insulin mehr bereitstellt, also wenn kaum noch Glukose im Blut vorhanden ist.

In diesem Fall bedient sich dein Körper einer anderen möglichen Energiequelle: deiner Fettreserven in den Zellen. Da Ketone kein Insulin benötigen, um in die Zellen transportiert zu werden, bleibt dein Insulinspiegel in der Ketose weitestgehend unberührt.

Ketone sind also eine fettbasierte Energieform, die fast vom gesamten Körper genutzt werden kann. Das gilt sowohl für dein Gehirn als auch für deine Muskeln.[1] Ketone, die dein Körper selbst herstellt, werden als endogene Ketone bezeichnet.

Es gibt drei unterschiedliche primäre Ketonkörper, die in der Ketose eine Rolle spielen: Beta-Hydroxybutyrat (BHB) oder auch Buttersäure genannt, Aceton und Acetoacetat (AcAc).

Während Aceton praktisch nur ein Abfallprodukt der Ketose ist und über den Urin und Atem ausgeschieden wird, werden Beta-Hydroxybutyrat und Acetoacetat zur Energieproduktion verwendet. Und genau dieses Aceton ist der Grund, warum manche zu Beginn der Ketose den sogenannten “Keto-Mundgeruch” haben - eine harmlose, aber undankbare Nebenwirkung.

Das Beta-Hydroxybutyrat gilt als der stabilste Ketonkörper, weshalb es auch zur Herstellung exogener Ketone verwendet wird. BHB wird langsamer als Acetoacetat abgebaut und ist daher länger im Blut nachweisbar. Außerdem stellt das Beta-Hydroxybutyrat dadurch deinen Mitochondrien ein größeres Potenzial zur ATP-Produktion bereit.[2]

2. Der Unterschied zwischen endogenen und exogenen Ketonen

Wir haben nun beide Arten der Ketone kurz angerissen. Jetzt ist es Zeit, den Unterschied zu erklären. Es gibt mehr als einen Weg die Ketose zu erreichen. Der bisher bekannteste Weg führt über eine Fasting-Periode, z.B. über intermittierendes Fasten, und eine High-Fat-Low-Carb- bzw. ketogene Ernährung.

Letztendlich ist alles reine Biochemie, und die kannst du dir mit Biohacking zu nutze machen: Du befindest dich in Ketose, wenn dein Blut erhöhte Werte für Ketonkörper aufweist – mehr als 0,5 mM. [3] Dieser Wert ist jedoch relativ und kann von Mensch zu Mensch variieren.

Entweder sorgst du durch Fasten und mit der Keto-Diät dafür, dass dein Körper endogene Ketone produziert und wartest ein paar Tage, Wochen oder Monate auf die gewünschten Effekte, oder du nimmst die Abkürzung über den noch unbekannten zweiten Weg: die exogenen Ketone.

Exogene Ketone sind Ketonkörper, die meist in Form von Beta-Hydroxybutyrat synthetisiert werden und in flüssiger oder pulvriger Form eingenommen werden können. Exogen bedeutet, dass etwas von außen kommt, wie im Fall von Nahrungsaufnahme.

Exogene Ketone verhelfen dir zu einer schnellen Ketose, da sie praktisch direkt wirken. Allerdings ist dein Körper dabei nicht keto-adaptiert, das heißt, der Effekt lässt schneller nach als über es über die normale ketogene Lebensweise möglich ist. Du bist also in Ketose ohne ketogen zu leben.[4]

Es ist auch wichtig zu wissen, dass exogene Ketone keine natürlichen, endogenen Ketone produziert oder deren Produktion in der Leber anstößt.

3. Vorteile exogener Ketone

Exogene Ketone sind in der Lage, dich schneller in Ketose zu befördern, was eine Nahrungsumstellung vorübergehend überflüssig macht. Somit bist du in der Lage, kurzfristig auf Herausforderungen reagieren zu können, für die du den Zustand der Ketose anstrebst.

2013 fanden amerikanische Wissenschaftler heraus, dass exogene Ketone positive Effekte auf das Gedächtnis und die mentale Performance von Menschen haben können.[5]

Ein weiterer Vorteil von exogenen Ketonen ist ihre Fähigkeit, die Blutwerte von Glukose, freien Fettsäuren und Triglyceriden zu senken.[6] Das ist von entscheidender Bedeutung für Menschen mit Übergewicht und Diabetes. [7]

4. Arten von exogenen Ketonen

Es gibt zwei Arten von exogenen Ketonen: Ketonester und Ketonsalze. Letztere sind eine Kombination aus mehreren Elektrolyten wie Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium sowie künstlichen Ketonen.

Durch ihre Beschaffenheit können sie auch dafür sorgen, dass die Elektrolytwerte im Blut ansteigen. Wenn du die Ketose schneller erreichen willst, können Ketonsalze eine praktische Lösung für dich sein. Doch es gibt noch effektivere exogene Ketone.

Ketonester gelten als die mächtigeren der beiden, weil sie in der Lage sind, die Ketose länger aufrecht zu halten.[8] Ketonester sind salzfrei und enthalten Beta-Hydroxybutyrat ohne weitere Zusätze.

Sie werden nicht an Mineralien gebunden, sondern mit Hilfe einer Ester-Verbindung an Keton-Vorläufer wie Butandiol und Glykol. Der Nachteil? Sie sind teurer und haben einen schlechten Ruf aufgrund ihres starken, unangenehmen Geschmacks.

Zum Schluss wollen wir die MCT-Öle nicht vergessen. Sie sind streng genommen keine exogenen Ketone, haben allerdings vergleichbare Funktionen. Die Leber ist in der Lage aus MCTs schnell Ketone zu bilden, aber du erreichst die Ketose nicht durch das bloße Trinken von MCT-Öl, denn dazu ist eine ketogene Lebensweise notwendig.

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5. Wie sicher sind exogene Ketone?

Grundsätzlich gelten exogene Ketone für gesunde Menschen als sicher. Menschen mit hohem Blutdruck sollten allerdings auf exogene Ketone vor allem in Salzform verzichten. [9]

Die Einnahme von exogenen Ketonen kann vereinzelt zu Magenproblemen führen.[10] Es ist daher empfehlenswert die Dosierung zu testen und bei vorhandenen, gesundheitlichen Problemen vorher einen Arzt zu konsultieren.

6. Fazit

Die Wirksamkeit von exogenen Ketonen wurde in Studien nachgewiesen und ihre Verwendung gilt unter normalen Umständen als sicher. Wer die Vorteile von Ketose also kurzfristig ausnutzen will, ohne dabei seine Ernährung umstellen zu müssen, findet in exogenen Ketonen einen modernen und schnellen Weg genau das zu erreichen.

7. Quellen

[1] Felson, S. MD (2018). What Are Ketones and Their Tests? [https://www.webmd.com/diabetes/ketones-and-their-tests]
[2] Cahill, G.F. (2006) Annual Review of Nutrition, Vol. 26, p. 1-22. Fuel Metabolism in Starvation. doi: 10.1146/annurev.nutr.26.061505.111258 [https://www.annualreviews.org/doi/full/10.1146/annurev.nutr.26.061505.111258]
[3] Hallberg, S.J. et al. (2018). Diabetes therapy: research, treatment and education of diabetes and related disorders vol. 9,2, p. 583-612. Effectiveness and Safety of a Novel Care Model for the Management of Type 2 Diabetes at 1 Year. doi:10.1007/s13300-018-0373-9 [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6104272/]
[4] Stubbs, B,.J. e. al. (2017). Frontiers in Physiology, p. 848. On the Metabolism of Exogenous Ketones in Humans. doi: 10.3389/fphys.2017.00848 [https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2017.00848/full]
[5] Kashiwaya, Y. et al.(2013). Neurobiology of aging vol. 34,6 p. 1530-9. A ketone ester diet exhibits anxiolytic and cognition-sparing properties, and lessens amyloid and tau pathologies in a mouse model of Alzheimer's disease. doi:10.1016/j.neurobiolaging.2012.11.023 [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3619192/]
[6] Stubbs, B,.J. e. al. (2017). Frontiers in Physiology, p. 848. On the Metabolism of Exogenous Ketones in Humans. doi: 10.3389/fphys.2017.00848 [https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2017.00848/full]
[7] Boden, G. (2003). Exp Clin Endocrinol Diabetes, p. 121-124. Effects of free fatty acids (FFA) on glucose metabolism: significance for insulin resistance and type 2 diabetes. doi: 10.1055/s-2003-39781 [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12784183]
[8] Stubbs, B,.J. e. al. (2017). Frontiers in Physiology, p. 848. On the Metabolism of Exogenous Ketones in Humans. doi: 10.3389/fphys.2017.00848 [https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2017.00848/full]
[9] Hashim S.A., Van Itallie T.B. (2014). Journal of Lipid Research, p.1818–1826. Ketone body therapy: from the ketogenic diet to the oral administration of ketone ester. doi: 10.1194/jlr.R046599. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4617348/]
[10] Nall, R. et al. (2019) Medical News Today. What to know about exogenous ketones. [https://www.medicalnewstoday.com/articles/326607#safety]