Kollagen ist mehr als ein einfaches Hautpflegeprodukt. In diesem Beitrag erfährst du alles zur Kollagen Wirkung und Funktion in deinem Körper.

Es unterstützt Gewebe, Bänder, Sehnen und Haut von innen. Mit dem Alter produziert dein Körper aber immer kleinere Mengen des wichtigen Strukturproteins. Erfahre, wie du einen Mangel erkennst und was du bei der Wirkung von Kollagen beachten musst.

 

1. Kollagen Definition

Kollagen oder auch Collagen ist ein Protein, das im Körper strukturbildend wirkt. Du kennst es wahrscheinlich primär aus Kosmetikprodukten. Daher wird Kollagen oftmals als Hautpflegeprotein angesehen.

Tatsächlich gibt es jedoch bis zu 18 wissenschaftlich bestätigte Arten von Kollagen, die an unterschiedlichen Stoffwechselprozessen mitwirken und die Gewebestrukturen deines Körpers von innen stützen [1].

Kollagen wird sowohl für eine gesunde Haut und ein festes Bindegewebe als auch für die natürliche Funktion von Muskelsträngen, Blutgefäßen, Gelenken, Sehnen, Bändern sowie der Zähne und des Zahnfleischs benötigt. Für Frauen und die Entwicklung ihres Kindes ist Kollagen auch während der Schwangerschaft ein wichtiger Faktor.

Die meisten Kollagentypen bestehen hauptsächlich aus drei Aminosäuren: Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Am höchsten ist dabei der Glycin-Anteil, während der Hydroproxylin-Anteil am geringsten ausfällt.

Glycin und Prolin müssen dabei vom Körper selbst gebildet werden. Die Produktion kann über die Nahrung zwar durchaus angeregt werden, aber die eigentlichen Aminosäuren kommen in ihrer spezifischen Form nicht in Lebensmitteln vor.

2. Was passiert bei einem Kollagen-Mangel?

Hier muss dringend zwischen einem natürlichen Rückgang der Kollagenproduktion und einem diagnostizierten Mangel unterschieden werden. Denn tatsächlich nimmt die Kollagenproduktion des Körpers bereits zwischen 25 und 30 auf natürliche Weise merklich ab.

Das körpereigene Kollagen wird nun schneller verbraucht, als neues nachgeliefert werden kann [2]. Das sieht und fühlt man vor allem an der Beschaffenheit von Haut und Bindegewebe: Weniger Kollagen bedeutet oftmals auch eine schlaffere Haut und begünstigt die Entstehung von Mimikfältchen auf der Stirn oder die Vertiefung der Nasolabialfalte.

Bei Frauen kann der Rückgang von Kollagen auch zu schwächerem Bindegewebe an Beinen und Po führen. Inwieweit du davon stark, weniger stark oder gar nicht betroffen bist, hängt auch von genetischen Faktoren ab.

Ein Kollagen-Mangel hingegen manifestiert sich in erster Linie in Stoffwechselverlangsamungen: Wird nicht mehr ausreichend Kollagen produziert oder von außen zugeführt, können zentrale organische Funktionen nicht mehr ordnungsgemäß ausgeführt werden.

Das bemerkt man zunächst an starker Müdigkeit, Konzentrationsproblemen sowie Gedächtnisproblemen. Der stärkste äußerliche Indikator ist ein deutlich verschlechtertes Hautbild, das unter Umständen auch eine Neigung zu Ekzemen aufweist. Weiterhin können bei länger anhaltendem Kollagen-Mangel auch starke Gelenkschmerzen und eine deutlich erhöhte Verletzungsanfälligkeit der Bänder und Sehnen auftreten.

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Die Differentialdiagnose ist allerdings oft etwas schwierig, da man den Kollagen-Mangel nur schwer von Mineralstoff-Mängeln abgrenzen kann. Diese zeigen sich nämlich ebenfalls oft an Hautproblemen, verminderter Leistungsfähigkeit und starker Müdigkeit.

Ein Kollagen-Mangel kann unter bestimmten Bedingungen jederzeit auftreten und nicht erst im Alter. Allerdings sind wir mit zunehmendem Alter trotzdem deutlich anfälliger für einen Mangelzustand. Nachteilig sind darüber hinaus folgende Faktoren:

  • eine nährstoffarme bzw. unausgewogene Ernährung
  • regelmäßige, sehr intensive körperliche Belastung
  • viel und lang anhaltender Stress
  • eine lange Krankheit
  • und das Abheilen von großflächigen, tiefen Wunden.

Wenn du also viel Sport treibst und/oder einen sehr anspruchsvollen Job hast, musst du etwas mehr darauf achten, dass dein Körper genug Kollagen bekommt - insbesondere, wenn du über 30 bist.

Wenn du vegetarisch oder vegan lebst, kann es übrigens auch sein, dass du ein Problem mit deiner Kollagenaufnahme bekommst. Da größere Mengen Kollagen beinahe ausschließlich in Fisch, Fleisch und Tierknochen vorkommen, solltest du dich hier in Absprache mit deinem Arzt nach einem geeigneten Supplement umsehen.

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3. Kollagen Wirkung

Die Wirkung eines Kollagenpräparates hängt natürlich eng mit der Funktion von Kollagen im Körper zusammen. Je nachdem, welche Problematik du mit deinem Kollagen-Supplement angehen möchtest, kommen dafür unterschiedliche Kollagen-Typen zum Einsatz.

Besonders gut ist die Collagen-Wirkung im Hinblick auf die Typen I, II und III bekannt: Während Typ I und III dir helfen, Haut, Skelettmuskulatur, Knochen und Sehnen zu schützen, wirkt Typ II positiv auf die Flexibilität und die Widerstandskraft des Knorpels. Kollagen Typ V unterstützt schließlich dein Bindegewebe.

Kollagen Wirkung: Das solltest du wissen

Am schnellsten wird die Wirkung von Kollagen an deiner Haut sichtbar. Laut Erfahrungen kannst du hier mit etwas Glück schon nach ein, zwei Monaten Ergebnisse sehen [3]. Nimmst du Kollagen Typ I und II, um deine Gelenke zu schützen, kannst du ebenfalls schnelle Effekte verzeichnen: Schmerzen beim Gehen oder beim Sport können ebenfalls schon nach einigen Wochen zurückgehen.

Auf der Suche nach einem Supplement wirst du unabhängig von der Darreichungsform wahrscheinlich auf die Begriffe „Kollagenhydrolysat” oder „Kollagen-Peptide” stoßen. Dabei handelt es sich um eine enzymatisch veränderte Form von Kollagen, die das Protein wasserlöslich macht.

Ein weiterer Name, der dir im Zusammenhang mit Kollagen-Nahrungsergänzung begegnen wird, ist Verisol. Verisol ist besonders populäres Kollagen-Peptid, das für die Anwendung in Kosmetika bzw. in oralen Kollagen-Kuren optimiert wurde. Wenn du also in erster Linie dein Hautbild und dein Bindegewebe verbessern möchtest, kann sich ein Blick auf diesen Wirkstoff lohnen.

Der große Vorteil von Kollagen-Peptid bzw. Kollagenhydrolysat ist es übrigens, dass ihre wasserlösliche Form eine besonders schnelle Wirkung garantiert. Auf diese Weise können sie nämlich schnell in den Blutkreislauf gelangen!

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4. Kollagen Nebenwirkungen

Im Zusammenhang mit Collagen zum Einnehmen sind zum Glück bisher nur sehr wenig Nebenwirkungen bekannt [4]. Auch über eine Überdosierung musst du dir dabei keine Gedanken machen. Obwohl der genaue Tagesbedarf an Kollagen unklar ist, wird die Kollagen-Dosierung in Supplements meist auf ein sicheres Minimum reguliert.

Da alle gängigen Kollagenpräparate auf wasserlöslichem Kollagenhydrolysat basieren, kann überschüssiges Kollagen nach der Einnahme auch einfach wieder ausgeschieden werden. Hältst du dich also an die Herstellerempfehlungen, kann im Grunde nichts schief gehen.

Im Tierversuch wurden sogar kritische Mengen von bis zu 5000 mg pro 1 kg Körpergewicht getestet. Das Resultat: keine toxischen Effekte! Kollagen zählt damit zu den sichersten Nahrungsergänzungsmitteln, die du einnehmen kannst [5].

In sehr seltenen Fällen können bei empfindlichen Menschen folgende Collagen-Nebenwirkungen auftreten:

  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen.

Aber auch hier gilt es zu unterscheiden: Treten diese Symptome auf, müssen sie nicht zwangsläufig auf den eigentlichen Wirkstoff zurückgehen. Gerade wenn du dein Kollagen über ein Kombi-Präparat wie eine Pulvermischung oder einen Collagen-Drink beziehst, kann auch ein Zusatzstoff Grund für die Nebenwirkungen sein.

Viele Proteinpulver für Sportler enthalten neben Kollagen auch Elasten. Dabei handelt es sich um ein zweites wichtiges Strukturprotein, welches gemeinsam mit Kollagen dafür sorgt, dass deine Gelenke, Bänder und Knorpel geschmeidig und flexibel bleiben. Da sich die beiden Proteine in ihrer Wirkweise ähneln, musst du dir aber auch im Hinblick auf etwaige Elasten-Nebenwirkungen keine großen Gedanken machen.

Ein bisschen Vorsicht ist in diesem Zusammenhang jedoch für Fischallergiker geboten: Viele der gängigen Kollagen- und Elastinpräparate werden nämlich aus Fisch gewonnen. Hast du also eine solche Allergie oder Unverträglichkeit, solltest du auf die Anwendung von fischbasiertem Kollagen dringend verzichten.

5. Fazit

Kollagen zählt zu den sichersten Nährstoffen, die du einnehmen kannst. Probleme im Hinblick auf die Kollagen-Dosierung oder starke Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt.

Da Kollagen in unserem Körper für fast alle Gelenk- und Gewebestrukturen eine maßgebliche Funktion einnimmt, kann es insbesondere Stressgeplagten, Veganern und Athleten helfen, kognitiven Problemen oder übermäßigem Gelenkverschleiß entgegen zu wirken.

Auch im Hinblick auf leichte Schönheitskorrekturen wie vorzeitige Hautalterung oder erste Mimikfältchen sowie schwaches Bindegewebe können die Kollagentypen I, III und V im Einzelfall gute Effekte erzielen.

Kollagen-Pulver sind dabei in Bezug auf ihre Wirkung genauso gut wie Kollagen-Tabletten. Im Grunde kommt es also einfach darauf an, wie du dein Präparat am liebsten einnehmen willst und welche Zusatzstoffe dabei sein sollen. Wie bei allen Supplements musst du jedoch auch bei Kollagen immer dringend auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe zu achten.

Unnötige Zusätze können schließlich auch bei Kollagen-Pulver zu unerwünschten Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten führen. Das gleiche gilt für Kollagen-Kapseln oder Tabletten: Eine gute Wirkung kann nur garantiert werden, wenn so wenig künstliche Zusätze enthalten sind, wie möglich.

Am besten wählst du dein Collagen-Präparat also in Absprache mit deinem Arzt oder Apotheker speziell mit Blick auf deine Bedürfnisse aus. Wenn du dein Produkt lieber online kaufen möchtest und unsicher bist, wie es mit den Collagen-Nebenwirkungen aussieht, kannst du auch Erfahrungen und Rezensionen von anderen Anwendern lesen, um dir ein Bild zu machen.

Wenn du dein Kollagen-Nahrungsergänzungsmittel eigenständig auswählen willst, solltest du außerdem ganz genau in Erfahrung bringen, welche Kollagen-Typen du brauchst. Nahrungsergänzungen mit Kollagen I oder Kollagen II sind dabei besonders weit verbreitet, da sie viele unterschiedliche Funktionen abdecken. Mittlerweile gibt es aber immer häufiger auch Kombi-Präparate, die sowohl Typ I, II und III sowie Elasten beinhalten.

6. Quellen

[1] Lodish, H.; Berk, A.; [...]; Zipursky, S. L. (2000), Molecular Cell Biology, 4th edition, Section 22.3: Collagen: The Fibrous Proteins of the Matrix, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK21582/.
[2] Varani, J.; Dame, K.; [...]; Voorhees, J. (2006), Decreased Collagen Production in Chronologically Aged Skin: Roles of Age-Dependent Alteration in Fibroblast Function and Defective Mechanical Stimulation, American Journal of Pathology, Volume 168, Issue 6, p. 1861–1868, https://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)62205-5/fulltext.
[3] Bolke, L.; Schlippe, G.; [...]; Voss, W. (2019), A Collagen Supplement Improves Skin Hydration, Elasticity, Roughness, and Density: Results of a Randomized, Placebo-Controlled, Blind Study, Nutrients, Volume 11, Issue 10, p. 2494, https://www.mdpi.com/2072-6643/11/10/2494.
[4] Watanabe-Kamiyama, M.; Shimizu, M.; [...]; Komai, M. (2010), Absorption and Effectiveness of Orally Administered Low Molecular Weight Collagen Hydrolysate in Rats, Journal of Agricultural and Food Chemistry, Volume 58, Issue 2, p. 835 - 841, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/jf9031487.
[5] Marone PA, Lau FC, Gupta RC, Bagchi M, Bagchi D. (2010), Safety and toxicological evaluation of undenatured type II collagen, Toxicology Mechanisms and Methods, Volume 20, Issue 4, p. 175–189, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20170336/.