Verfechter der Naturheilkunde nutzen die Sango Meereskoralle schon seit Jahrhunderten. Ihr wird unter anderem eine entsäuernde und mineralisierende Wirkung nachgesagt. Aber was hat es mit der mysteriösen Koralle wirklich auf sich? Und wie kannst du sie am besten für dich einsetzen? Wir verraten es dir!

 

 

 

1. Was ist die Sango Meereskoralle?

Die Sango Meereskoralle stammt aus den Gewässern um die japanische Insel Okinawa. Im Rahmen einer von 1976 bis 1994 durchgeführten Studie untersuchte hier ein Team von Wissenschaftlern erstmals die Ernährung des kleinen Inselvolkes [1].

Dabei ergab sich die einzigartige mineralische Zusammensetzung des Trinkwassers, die auf das Sango-Korallen-Gestein zurückgeht. Auch heute bestehen noch große Teile der Insel daraus. Unter staatlicher Kontrolle wird die Meereskoralle in einem mechanischen Verfahren aus Sandbänken um die Insel herum gewonnen und weltweit exportiert.

2. Die Bioverfügbarkeit der Sango Meereskoralle

Aber was macht die Sango-Meereskoralle denn nun so besonders? Ihr natürlich hoher Gehalt an Magnesium und Calcium - und gleich 70 weiteren Mineralstoffen! Unser Körper kann die Nährstoffe aus der Koralle dabei besonders gut absorbieren. Somit gelangen sie schneller in die Blutbahn und werden somit auch schneller wirksam.  

Insbesondere das Calcium aus der Meereskoralle zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Bioverfügbarkeit von 90 % aus. In herkömmlichen Präparaten liegt es oftmals nur in seiner festen Verbindung als Calciumcarbonat vor. Nach der Einnahme muss es dann im Zuge des Verdauungsvorganges mühsam daraus gelöst werden. Erst danach kann unser Körper das Mineral verstoffwechseln. Dieser langwierige Prozess reduziert die Bioverfügbarkeit gängiger Präparate häufig auf 20 bis 40 %.

3. Calcium und Magnesium in der Sango Meereskoralle

Magnesium und Calcium tragen gemeinsam zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen Muskelfunktion bei. Darüber hinaus wird Calcium aber auch für die Erhaltung und Funktion normaler Knochen und Zähne benötigt, wozu Magnesium ebenfalls beiträgt [1], [2].

Das Besondere an der Sango Meereskoralle ist dabei nicht nur die hohe Bioverfügbarkeit der beiden essentiellen Mineralstoffe: Calcium und Magnesium liegen hier außerdem in einem für unseren Körper idealen Verhältnis von 2:1 vor [3]. Nur wenn dieses Verhältnis eingehalten wird, können die Mineralstoffe von unserem Organismus optimal verstoffwechselt werden [4]. 

BRAINEFFECT HACK: In unseren MINERALS findest du Calcium und Magnesium im idealen verhältnis direkt aus der Sango Meereskoralle.

4. Auswirkungen auf den Säure-Basenhaushalt

In der alternativen Heilkunde wird häufig von der sogenannten Übersäuerung gesprochen: Lebensmittel mit viel Jod, Phosphor und Schwefel übersäuern dabei unseren Verdauungstrakt. Um die Säuren sofort zu neutralisieren, setzt unser Körper basenbildende Mineralstoffe ein. Dazu zählen Natrium, Kalium, Eisen sowie auch Calcium und Magnesium. 

Hält die Übersäuerung allerdings länger an oder wird gar zum Dauerzustand, beginnt unser Körper Calcium, Magnesium und andere Mineralstoffe aus körpereigenen Zellen zu lösen, um die Säuren zu binden. Hier kommt die Sango Meereskoralle ins Spiel: Durch ihren hohen Gehalt an Magnesium und Calcium kann sie die Reserven des Körpers wieder auffüllen und damit die Säure-Basen-Balance wiederherstellen.

5. Fazit

Die Sango Meereskoralle ist ein hochwertiger natürlicher Mineralstoff-Lieferant. Gegenüber herkömmlichen Präparaten überzeugt sie vor allem durch das ausgeglichene Verhältnis zwischen Calcium und Magnesium sowie durch ihre überdurchschnittliche Bioverfügbarkeit.

Dabei hat die Sango Meereskoralle keine nennenswerten Nebenwirkungen. Wie bei anderen Nahrungsergänzungsmitteln auch solltest du lediglich eine Überdosierung vermeiden. Orientiere dich dazu am besten an den empfohlenen Verzehrsmengen für Calcium und Magnesium [4]. 

Interessierst du dich für die Sango Meereskoralle, helfen dir sicher auch Erfahrungsberichte bei der Kaufentscheidung. Wichtig ist dabei jedoch, dass du nicht alles für bare Münze nimmst, was du dort liest. So wird die Sango Meereskoralle häufig auch als Mittel gegen Haarausfall angepriesen.

Was wir wissen, ist lediglich, dass Magnesium an der Funktion unserer Zellteilung beteiligt ist. Die Zellteilung ist unter anderem auch für normales Haarwachstum relevant, wobei ein starker Mangel an Magnesium zu Haarausfall führen kann [5].

Ausfallendes Haar kann aber sehr viele Gründe haben, die nicht zwangsläufig immer mit unzureichenden Magnesium-Werten zusammenhängen. Wenn du auf Tierprodukte verzichtet, fragst du dich vielleicht: “Ist die Sango Meereskoralle vegan?” Tatsächlich sind Korallen Meerestiere und nicht, wie häufig angenommen, Meerespflanzen.

Bei dem Material, welches zur Herstellung der Präparate verwendet wird, handelt es sich aber eben nicht um die eigentliche Koralle, sondern um ihre natürlichen Nebenprodukte in form von Kalk. Dieser wird ans Wasser abgegeben und erhält erst im Laufe vieler Jahrhunderte seine steinartige Form, welche dann zu Pulver verarbeitet wird.

6. Quellen

[1] European Food Safety Authority (EFSA) (2010), Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to calcium and maintenance of normal bone and teeth (ID 2731, 3155, 4311, 4312, 4703), maintenance of normal hair and nails (ID 399, 3155), maintenance of normal blood LDL-cholesterol concentrations (ID 349, 1893), maintenance of normal blood HDL-cholesterol concentrations (ID 349, 1893), reduction in the severity of symptoms related to the premenstrual syndrome (ID 348, 1892), “cell membrane permeability” (ID 363), reduction of tiredness and fatigue (ID 232), contribution to normal psychological functions (ID 233), contribution to the maintenance or achievement of a normal body weight (ID 228, 229) and regulation of normal cell division and differentiation (ID 237) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006, http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1725.
[2] European Food Safety Authority (EFSA) (2010), Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to magnesium and “hormonal health” (ID 243), reduction of tiredness and fatigue (ID 244), contribution to normal psychological functions (ID 245, 246), maintenance of normal blood glucose concentrations (ID 342), maintenance of normal blood pressure (ID 344, 366, 379), protection of DNA, proteins and lipids from oxidative damage (ID 351), maintenance of the normal function of the immune system (ID 352), maintenance of normal blood pressure during pregnancy (ID 367), resistance to mental stress (ID 375, 381), reduction of gastric acid levels (ID 376), maintenance of normal fat metabolism (ID 378) and maintenance of normal muscle contraction (ID 380, ID 3083) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006, http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1807.
[3] Spencer, H.; Fuller, H.; Norris, C.; Williams, D. (1994), Effect of magnesium on the intestinal absorption of calcium in man, Journal of the American College of Nutrition, Volume 13, Issue 5, p. 485 - 492, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7836628.  
[4] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) (2018), D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2. Auflage, 4. aktualisierte Ausgabe. Oder online: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/magnesium/; https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/calcium/.  
[5] Goluch-Koniuszy, Z. S. (2016), Nutrition of women with hair loss problem during the period of menopause, Menopause Review (Przegląd Menopauzalny), Volume 15, Issue 1, p. 56 - 61, https://www.termedia.pl/Nutrition-of-women-with-hair-loss-problem-during-the-period-of-menopause,4,27186,0,1.html.