Lerndrogen, Smart Pills, Brain Boosters, Neuroenhancers, es gibt viele Bezeichnungen für Lern- oder Leistungsdrogen, die immer häufiger eingenommen werden. Mehr als eine Million Schüler und Studenten in den USA verwenden verschreibungspflichtige Medikamente, um Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Konzentration zu fördern. In Deutschland sieht es nicht viel besser aus: Im Schnitt nimmt jeder fünfte Student zumindest phasenweise Lerndrogen, die dafür sorgen sollen, dass er sich besser konzentrieren kann oder beim Lernen nachts länger durchhält. Was aber sind Lerndrogen, welche Arten gibt es und welche Gefahren haben sie? In diesem Blogbeitrag geben wir dir eine Übersicht über die häufig verwendeten Brain Booster, ihre Wirkungen und Risiken.

Ritalin und andere rezeptpflichtige Medikamente

Zu den beliebtesten Hirndoping-Substanzen zählen Psychostimulanzien mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Sie werden unter dem Markennamen Ritalin, Concerta oder Medikinet als Mittel gegen ADHS angeboten. Methylphenidat wirkt ebenso wie Amphetamin, indem es die beiden Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin erhöht. Dadurch erhöht es bei Gesunden die Wachheit, Konzentration und Aufmerksamkeit; diese Wirkung zeigt sich vor allem bei müden Menschen. Die Studien, die die Wirkung von Ritalin auf Gesunde untersuchten, kamen allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen. In manchen Studien schnitten Gesunde unter dem Einfluss von Ritalin besser ab als die Kontrolle, in anderen schlechter. Bei Senioren zeigte Ritalin überhaupt keine Wirkung. Auf jeden Fall hat das Methylphenidat im Ritalin auch erhebliche Nebenwirkungen: Die Versuchspersonen funktionieren automatisch, sie sind fokussiert auf eine einzige Tätigkeit. Die Ritalin-User fühlen sich wie ein Roboter. Sie stehen neben sich und erkennen sich selbst in ihren Gefühlen und Wahrnehmungen kaum wieder.

Die Nebenwirkungen von Methylphenidat reichen von erhöhtem Blutdruck, Herzrasen, Appetitmangel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Euphorie und Selbstüberschätzung bis hin zu starken Angstzuständen. Zudem haben US-Wissenschaftler herausgefunden, dass die Einnahme von Ritalin aggressive und suizidale Verhaltensweisen fördert. Manche Experten warnen auch vor einer psychischen Abhängigkeit.

Auch Modafinil (Provigil) gehört zur Gruppe der Psychostimulanzien

Die andere populäre Hirndoping-Droge ist Modafinil, der Wirkstoff in Provigil, ein Medikament gegen Narkolepsie und andere Schlafssüchte. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt. Auch hier sind die Studienergebnisse zur Wirkung von Modafinil bei Gesunden nicht eindeutig. So verbessert Modafinil zwar die Aufmerksamkeitsspanne geringfügig, verschlechtert aber die Lernleistung. Eindeutig belegt ist jedoch die positive Wirkung auf Wachheit, Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit bei Müdigkeit. Da Provigil das Schlafbedürfnis reduziert, hält es Workaholics munter und ist auch bei Geschäftsreisenden (Jetlag) beliebt.

Häufige Nebenwirkungen von Modafinil sind Kopfschmerzen, Nervosität, Depressionen und Schlafstörungen. Die hohen Dosen, die normalerweise zum Hirndoping verwendet werden, können aber auch zu Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck, Zittern und Schwindel führen.

Fazit zu Risiken und Nebenwirkungen

Für beide Substanzen gilt folgendes Zitat aus dem pm-magazin: „Man hat nach der Einnahme der meisten IQ-Medikamente auf nichts mehr Lust, die ganze Emotionalität und Affektivität ist zugedröhnt. Man empfindet keine Neugier, kein Bedürfnis nach menschlichen Bindungen und ist weniger kreativ“, berichtet Prof. Gerald Hüther im pm-magazin. „So ein Eingriff in die Hirnchemie kann schnell schiefgehen und regelrecht zum Absturz führen“, ergänzt hierzu Professor Manfred Spitzer, einer der bekanntesten deutschen Hirnforscher.

Alle genannten Arzneimittel sind schreibungspflichtig, Methylphenidat unterliegt sogar der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtmVV). Ihr Gebrauch außerhalb des eigentlichen Anwendungsgebiets und ohne Verschreibung ist daher illegal. Dem sehr begrenzten Nutzen stehen zum Teil erhebliche Risiken gegenüber. Methylphenidat und Modafinil weisen zahlreiche und nicht ungefährliche Nebenwirkungen auf; sie können abhängig machen und psychische Erkrankungen wie affektive Störungen, vor allem Manien, und Psychosen auslösen.

Pflanzliche Mittel zur Steigerung des Gedächtnis

Ganz anders sieht das bei pflanzlichen Mitteln aus, die zur Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit, Konzentration und Gedächtnis eingesetzt werden. Da sie keine bis nur geringfügige Nebenwirkungen haben sind sie rezeptfrei in Apotheken, Drogerien und online erhältlich. Bei den Mitteln zur Förderung der Gehirnfunktion sind vor allem die mit den Inhaltastoffen Citicolin, Brahmi und Ginkgo zu nennen. Sie werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und dienen zur Optimierung der mentalen Performance. Arzneimittel enthalten meist nur einen dieser Stoffe in mehr oder weniger hoher Konzentration, was dafür sorgt, dass sie einfach nicht so wirksam sind.

Manche Produkte aber, wie BRAINEFFECT FOCUS, enthalten zusätzlich zu Pflanzenextrakten noch wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die die gesunde Funktion des Gehirns zusätzlich unterstützen. FOCUS trägt zu deiner mentalen Leistungsfähigkeit bei.