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Egal was Sie gehört haben, oder wie viele Selbsthilfebücher Sie bereits gelesen haben, Sie werden Stress nicht durch eine Meditation von einer Minute pro Tag eliminieren können. Wir alle haben Stress. Stress ist das, was uns jeden Tag antreibt. Ohne diesen Stress könnten wir nicht einmal überleben. Es gibt jedoch einen Punkt, an dem normaler Stress endet und begleitende Probleme mehr und mehr auftreten. Ab diesem Punkt wird das Thema Stressmanagement wichtig, damit man die eigene physische und mentale Gesundheit bewahren kann.
Zu viele Verpflichtungen führen zu einem hohen Stresslevel. Häufig erkennt man nicht mal die Ursache, bis man die Erleichterung fühlt, wenn die Ursache plötzlich verschwunden ist. Um Stressmanagement erfolgreich anwenden zu können, müssen Sie zunächst die Quellen ihres Stresses erkennen.
Stress ist eine natürliche Reaktion Ihres Körpers um sich an die Anforderungen die Ihm gestellt werden anzupassen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Stress. Zum einen der akute Stress, welcher auftritt, wenn schlagartig neue Anforderungen gestellt werden sowie der chronische Stress, der auf eine langfristige Angelegenheit zurückzuführen ist.
Der Kampf- und Fluchtreflex ist die Antwort des Körpers auf akuten Stress. Dies ist der Stress den man fühlt, wenn einem etwas ganz plötzlich (z.B. auf dem Weg nach Hause) passiert. Es ist der Selbe Stress den wir auch bei einer Achterbahnfahrt spüren. Stressmanagement ist demnach nicht sehr sinnvoll für diese Art von Stress. Akuter Stress ist schwer planbar, da er ganz plötzlich auftritt. Auch diese Art von Stress kann jedoch zu mentalen und physischen Problemen führen.
Chronischer Stress ist eine ganz andere Angelegenheit. Es ist der Stress, der sich langsam aufbaut und Körper und Seele überfordert. Ohne effektives Stressmanagement kann chronischer Stress zu verscheidensten Krankheiten führen. Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind nur der Beginn von möglichen ernsthafteren Erkrankungen.
Sie können Probleme nicht beheben, wenn Sie nicht wissen was das Problem ist. Genauso verhält es sich beim Stressmanagement. Sie können nichts managen, wenn Sie nicht wissen was Sie managen sollen. Hilfreich ist es eine Liste mit Dingen zu erstellen, die sie stressen. Berücksichtigen Sie auch Ihre Sorgen auf dieser Liste. Während viele der Punkte externe Faktoren sein werden, sollten auch bedeutende Geschehnisse wie Umziehen, Heiraten, Schwangerschaft, Scheidung sowie ernsthafte Krankheiten aufgenommen werden.
Stressmanagement für diese Arten von Stressoren beinhaltet: seinen Lebensstil verbessern durch gesundes Essen, genügend Bewegung und ausreichend Schlaf. Die eigene Organisationsfähigkeit zu verbessern hilft, um sich die verfügbare Zeit und Verpflichtungen gut einzuteilen und gehört demnach auch zum erfolgreichen Stressmanagement. Dann gibt es noch den Stress, den man sich selbst zuführt. Phobien gehören zu dieser Kategorie, da sie einen stets mit den eigenen Ängsten konfrontieren. Ein weiterer selbstinduzierter Stressor ist pessimistisches Denken. Dies kann das Ergebnis der medizinischen Untersuchung, ein Bewerbungsgespräch, oder eine Party als Gastgeber beinhalten.
Sobald Sie erkannt haben, was die Ursache für Ihren Stress ist, ist es an der Zeit Stressmanagement anzuwenden. Wichtig hierbei ist es zu verstehen, dass Sie Stress an sich niemals eliminieren können. Sie können allerdings lernen, wie Sie mit diesem Stress besser umgehen können.
Menschen reagieren vollkommen Unterschiedlich auf Stresssituationen. Überessen, Aggressivität, Depressionen, oder der Griff zu Drogen sind nur ein paar der möglichen Reaktionen.
Stressmanagement ist enorm wichtig. Stress geht nicht einfach von alleine weg. Ignorieren Sie ihn daher auf keinen Fall, sondern versuchen Sie ihn zu kontrollieren, um Ihre Gesundheit nicht ernsthaft zu gefährden.
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- Dr. Gunther Karsten, Gedächtnis-Weltmeister und Biochemiker
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