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Wenn Ihre Aufmerksamkeit nach etwa einer Stunde konzentrierter Arbeit nachlässt, ist das noch keine anormale Konzentrationsstörung und erst recht keine Konzentrationsschwäche. Von etzterer spricht man übrigens erst, wenn der Zustand längere Zeit andauert. Kleinere Kinder schaffen es übrigens nur, sich eine Viertelstunde zu konzentrieren, Teenager liegen bei einer halben Stunde - all das sind Richtwerte, die individuell ganz anders ausfallen können.
Eine Konzentrationsschwäche bei Erwachsenen bedeutet auch nicht die nachlassende Aufmerksamkeit zu bestimmten Tageszeiten. Jeder hat Hochs und Tiefs im Laufe der etwa 16 wachen Stunden. Daher sind Pausen dringend notwendig. Es ist viel sinnvoller, eine kurze Auszeit zu nehmen, als unkonzentriert weiterzuarbeiten.
Halten die Zeiten, zu denen Sie unkonzentriert sind, allerdings über Tage und Wochen an, sollten die Ursachen dieser Konzentrationsschwäche bei Erwachsenen abgeklärt werden. Diese können vielfältig sein und natürlich auch in Kombinationen auftreten. Klären Sie zunächst Ihr Umfeld.
Eine kleine Konzentrationsschwäche Erwachsene können Sie selbst beheben, ohne Medikamente schlucken zu müssen. Es gibt beispielsweise gezielt darauf abgestimmte Übungen oder auch Spiele. Eigentlich können Sie aber alles nutzen, wobei Sie sich spielerisch konzentrieren müssen: Rätsel oder Schach, Puzzles oder Achtsamkeitsübungen aus der Meditation.
Wenn alles nichts hilft, bleibt Ihnen immer noch der Gang zum Arzt. Hier wird abgeklärt, ob Sie beispielsweise unter dem ADHS-Problem leiden, das auch bei Erwachsenen auftritt. Vielleicht ist es bei Frauen aber auch nur eine vorübergehende Kontentrationsschwäche Erwachsene, wie sie in den Wechseljahren auftreten kann. Untersuchungen lassen die Ursache meist rasch erkennen.
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- Dr. Gunther Karsten, Gedächtnis-Weltmeister und Biochemiker
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