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Freie Radikale gehören zu den größten Gesundheitsbedrohungen der modernen Zeit. Ursprünglich entstehen freie Radikale als „Abfallprodukt“ der Atmung - schließlich werden generell fünf bis zehn Prozent des Atemsauerstoffs in hoch aggressive Sauerstoffradikale umgewandelt. Normalerweise ist dies nicht weiter gefährlich, da der Körper über Schutz- und Reparaturmechanismen verfügt. So schickt er seine körpereigenen Radikalenfänger, die sogenannten Antioxidantien, die eine unerwünschte Oxidation von Körperzellen durch die Freien Radikale zu verhindern wissen. Durch unser modernes Leben allerdings werden Freie Radikale nicht nur im Atemstoffwechsel gebildet, sondern wirken auch von außen auf den Menschen ein. Kontinuierlich stärker werdende Faktoren wie Ozon und UV-Strahlung sowie Umweltgifte setzen Freie Radikale frei, die ihr zerstörerisches Werk an den Körperzellen beginnen. Man denke hier nur einmal an eine rostende Eisenstange - ein Werk der Oxidation. Ebenso wirken die Freien Radikale auf die menschlichen Körperzellen. Sie verhindern deren Reparatur- und Entgiftungsmechanismen, weshalb Freie Radikale maßgeblich an einem vorschnellen Alterungsprozess beteiligt sind. Aber nicht nur auf die Zellalterung wirken Freie Radikale. Durch neueste Studien stehen sie im Verdacht, an mehr als einhundert verschiedenen Erkrankungen beteiligt zu sein bzw. begünstigend auf diese zu wirken. Bewiesen werden konnte dies kürzlich für neurodegenerative Erkrankungen wie beispielsweise das Parkinson’sche Leiden, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch Freie Radikale begünstigt.
Neben den genannten Umweltfaktoren, die sich oftmals der menschlichen Beeinflussung entziehen, wird die Bildung von Freien Radikalen vor allem aber durch unseren modernen Lebensstil gefördert. Stress und Hektik, unausgewogene Ernährung, Genussmittelkonsum wie Rauchen, Medikamenteneinnahme sowie moderne Zivilisationserkrankungen begünstigen das Entstehen von Freien Radikalen. Das ursprünglich ausgewogene Verhältnis von Freien Radikalen und körpereigenen Antioxidatien gerät in eine bedrohliche Schieflage: Der Körper wird mit der Flut an Freien Radikalen nicht mehr fertig. Diesen Zustand bezeichnet man als oxidativen Stress. Oxidativer Stress gilt als große Gefahr für die Gesundheit, da er die weiter oben genannten Erkrankungen bedingen kann. Ja, mehr noch: Oxidativer Stress steht im Verdacht, mehr Opfer zu fordern als die drei großen Menschheitserkrankungen Krebs, Aids und Herz-Kreislauf-Leiden zusammen. Gute Argumente, ein Zuviel an Freien Radikalen und damit oxidativen Stress zu vermeiden!
Jeder kann durch die Änderung seines Lebensstils dazu beitragen, die Anzahl von Freien Radikalen in seinem Stoffwechsel zu verringern.
Gerade die Ernährung ist ein wesentlicher Punkt im Kampf gegen ein Zuviel an Freien Radikalen, da viele Nahrungsmittel von Haus aus antioxidativ wirken. Bekannte Antioxidantien sind beispielsweise Vitamin C, Vitamin E und das Provitamin A. Während sich Vitamin C in nahezu allen frischen Gemüsen und Früchten findet, ist das Provitamin A, auch als Betacarotin bekannt, vor allem in tiefgelbem und organgefarbenem Obst und Gemüse enthalten, also in Karotten, Süßkartoffeln, Pfirsichen, Mango, Kürbissen, Sanddorn etc. Auch in dunkelgrünem Gemüse und Kräutern wie beispielsweise Spinat oder Löwenzahn findet es sich. Vitamin E kommt vor allem in Pflanzenölen vor. Andere gute, natürliche Antioxidantien-Lieferanten sind Tomaten. Das in ihnen enthaltene Lycopin gilt als „Super-Antioxidans“. Studien haben gezeigt, dass Lycopin zehnmal besser in der Lage ist, Freie Radiakle abzufangen als Vitamin E. Zu beachten ist jedoch, dass das Kochen die antioxidative Wirkung von Tomaten um ein vielfaches steigert - neben der EHEC-Vorbeugung ein weiterer Grund, Tomaten nicht roh zu konsumieren. Kosmetisch lässt sich mit dem Antioxidans Coencym Q10 gegen Freie Radikale vorgehen. Es ist mittlerweile Bestandteil vieler Hautcremes im Anti-Aging-Bereich.
Sicher, legal und effektiv. Ein geniales Produkt.
- Dr. Gunther Karsten, Gedächtnis-Weltmeister und Biochemiker
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