Informationen zu Ernährung, Konzentration, Gedächtnis
Dass man sich in Zeiten von Internet, Taschenrechner sowie Laptop etc. keine Zahlen mehr einprägen muss, ist für viele eine Wunschvorstellung – und es ist einfach eine Illusion, die technischen Hilfsgeräte würden uns von jeglichem Zahlensalat befreien. Gerade beruflich und privat sehr eifrige und ambitionierte Menschen sind darauf angewiesen, eine Unmenge von Zahlen, Daten und Codes parat zu haben, da es zu lange dauern würden, in irgendwelchen Notizbüchern oder Mini-Rechnern nachzusehen. Schon ein simpler Auftrag per Online- oder Telefon-Banking ausgeführt, verlangt mitunter eine ganze Zahlensammlung: Persönliche Kennnummer, Pin, Kontonummer sowie Bankleitzahl – und dazu noch die Wertpapierkennummern, wenn man sein Aktiendepot umschichten möchte. Durch nachfolgende Auflistung sieht man schnell, wie mannigfaltig wir mit Zahlen im privaten Lebensumfeld, im Beruf und im „Zwischenbereich“ umzugehen haben. Und es wird tatsächlich von jedem von uns erwartet, dass wir uns viele, viele Zahlen eingeprägt haben und sie auch immer präzise abrufen können – den Blumenstrauß am falschen Tag einzuplanen, kann fatale Folgen haben, nämlich wenn der Hochzeittag eigentlich am 3.2. ist, wir uns aber fälschlicher Weise den 2.3. im Gedächtnis abgespeicht haben – oder wenn einem die Datumszahlen / Zahlendaten komplett aus unserem Gedächtnis entfallen sind!
Beruf: Budgetdaten, Verkaufszahlen, Firmendaten, Aktienkurse, Angebotsspannen
Zwischenbereich: Sozialversicherungsnummer, Personalausweisnummer, Telefonnummern
Privates Umfeld: Kleidergrößen, Geburtstage, Sportergebnisse, Hochzeitstag
Eine weitere Äußerung, die ich oft zu hören bekomme, ist: „Mit Zahlen habe ich überhaupt kein Problem, die kann ich mir wirklich gut merken!“. Ich muss dann immer etwas schmunzeln, da die Leute sicherlich in gewisser Weise recht haben, denn sie kommen zu ihrer Meinung, weil sie sich mit Freunden, Bekannten und Berufskollegen im persönlichen Umfeld vergleichen (ich selbst war vor Jahren der vehementen Überzeugung, ich hätte ein sehr gutes Zahlengedächtnis); doch leider wissen diese Menschen dann noch nicht, wie gut ein Zahlengedächtnis eigentlich sein kann, wenn man die richtigen Techniken erlernt und geübt hat (ich selbst konnte mich in den letzten Jahren um über 1000% verbessern!).
Eine anschauliche Analogie dafür ist: Zahlen ohne System zu memorieren, ist wie ein Leben lang ohne Einkaufstasche einkaufen zu gehen; es geht ohne, aber es geht so viel einfacher und sicherer mit einem solchen großartigen Hilfsmittel! Probiere es einfach mal aus, denn in den nächsten Blog-Artikeln werde ich genauer auf die Systeme zum Merken von Zahlen eingehen.
Wo ist eigentlich das Problem? Nun, Zahlen sind abstrakte und keine anschaulichen Informationseinheiten. Normalerweise rufen sie in einem keine mentalen Bilder hervor, und sie werden beim Abspeichern auch kaum in irgendeiner Weise assoziierend oder verknüpfend verarbeitet. Es gibt nur eine Ausnahme von Menschen, die sich auch ohne die nachstehend beschriebenen Zahlensysteme Zahlen beachtlich gut merken können: diese sind von Zahlen faszinierte mathematische Rechenkünstler. Denn für diese Menschen ergeben sich nahezu ganz automatisch zahlreiche assoziative Verknüpfungen mit bereits abgespeichertem mathematischem Wissen, so dass sie auch recht große Zahlen relativ gut abspeichern können. Ein Beispiel ist die Zahl 35937. Erkennst Du etwas? Wohl kaum, denn solche Rechenkünstler sind sehr rar gesät und haben sich entweder ganz intensiv mit dem mathematischen Gebilde der Zahlen beschäftigt oder haben gewisse autistische Veranlagungen (die ihnen erlauben, fast ganz automatisch und natürlich mathematische Zusammenhänge zu erkennen). Nun die obige Zahl ist das Ergebnis aus 33 x 33 x 33. Dem „Normalsterblichen“ hilft das aber nicht wirklich weiter, oder?
Ich nehme nicht an, dass Du Dich jahrelang mit mathematischen Operationen beschäftigen willst, um Dein Zahlengedächtnis zu verbessern. Kein Problem, denn zum Glück gibt es viel schnellere Möglichkeiten, Zahlen leichter abzuspeichern. Nehme einfach eine Transformation (erinnerst Du Dich? Das ist einer der sieben Mentalfaktoren) vor, und dann bist Du in der Lage, Deine grenzenlose Fantasie zum Memorieren auch langer Zahlenreihen und unzähliger Zahlendaten einzusetzen. Wie das genau geht, verrate ich dann im nächsten Blog-Beitrag!
Dieser Text lehnt sich an Dr. Karsten´s erstes Buch „Erfolgsgedächtnis“ (und an sein aktuelles Bestseller-Lernbuch „Lernen wie ein Weltmeister“) an. Beide Bücher sind im Goldmann-Verlag erschienen und kosten 8,95 Euro bzw. 12,95 Euro (Hardcover, Lernen wie ein Weltmeister)
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