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Das Burnout-Syndrom ist ein Zustand emotionaler Erschöpfung und deutlich eingeschränkter Leistungsfähigkeit, meist ausgelöst durch anhaltende berufliche Stressfaktoren. Frühe Anzeichen für Burnout werden oft sowohl von den Betroffenen als auch von den Menschen im sozialen Umfeld nicht als solche wahrgenommen. Dadurch entwickelt sich der Erschöpfungszustand immer weiter. Werden die Anzeichen für Burnout erst sehr spät erkannt, kann sich eine chronische Erschöpfung aufbauen, deren Behandlung sehr viel Zeit und Geduld braucht
Das Burnout-Syndrom entwickelt sich häufig bei Menschen in helfenden Berufen, in diesem Bereich wurde es auch erstmals genannt. Anzeichen für Burnout werden immer häufiger auch bei Menschen festgestellt, die in der freien Wirtschaft arbeiten.
Oft wird das Burnout-Syndrom mit einer Spirale verglichen, die sich im Lauf der Zeit langsam und manchmal fast unmerklich nach unten schraubt. Je weiter der Prozess fortgeschritten ist, desto schwieriger und langwieriger ist es, wieder aus dieser Abwärtsspirale herauszukommen – und desto größer sind auch der Schmerz und das Leiden der Betroffenen. Daher ist es wichtig, die Anzeichen für Burnout möglichst früh bei sich und auch bei anderen wahrzunehmen und darauf zu reagieren.
Die Entwicklung verläuft meist in folgenden Schritten:
Die Anzeichen für Burnout sind deshalb nicht leicht zu erkennen, weil die Betroffenen meist einen sehr hohen Anspruch an sich selbst haben und relativ lange versuchen, weiterhin ihre Aufgaben zu erfüllen. Niemand merkt etwas, sogar vor sich selber ist es schwer, sich einzugestehen, dass der Stress alles überflutet und die Kraft nicht mehr ausreicht.
Dieses Anzeichen für Burnout wird auch persönlicher Burnout genannt.
Die Betroffenen haben ein Gefühl von Schwäche und Kraftlosigkeit, sie fühlen sich matt und sind immer müde. Die übermäßige emotionale und psychische Anspannung im Beruf wirkt sich antriebsschwächend aus und führt zu erhöhter Reizbarkeit.
Dieses Anzeichen für Burnout, bei dem sich die Betroffenen selber fremd werden und sich auch innerlich von anderen Menschen entfernen, wird als klientenbezogener Burnout bezeichnet. Durch diese Depersonalisierung wird ein Abstand zwischen den Betroffenen und ihren Kunden, Schülern oder Pflegebefohlenen geschaffen. Die Arbeit wird unpersönlich und routiniert, um den inneren Druck überhaupt aushaltbar zu machen. Zynismus ist eines der Anzeichen für Burnout, das in diesem Zusammenhang entwickelt wird. Ein weiteres Anzeichen für Burnout ist eine Veränderung der Gedächtnisprozesse, die Betroffenen werden vergesslich, und das löst wiederum Angst aus.
Bei diesem Anzeichen für Burnout handelt es sich um den aufgabenbezogenen Aspekt des Problems. Die Betroffenen arbeiten wie im Hamsterrad und haben dennoch das Gefühl, dass sie nichts erreichen und keine Erfolgserlebnisse mehr haben. Das Gefühl, persönlich ineffektiv zu sein, keinerlei Sinn mehr in der eigenen Tätigkeit zu sehen, ist ein deutliches Anzeichen für Burnout.
Bei einem ständig andauernden Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen bahnt sich oft ein Burnout-Syndrom an. Wer dann das innere Muster hat, sich aufopfern zu wollen und zu müssen, brennt aus.
Bei den ersten Anzeichen für Burnout ist es daher wichtig, sein Selbstmanagement zu stärken, sich möglichst Unterstützung zu holen und schnell und konsequent aus dieser Spirale der einseitigen Aufopferung und der Überforderung auszusteigen.
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- Dr. Gunther Karsten, Gedächtnis-Weltmeister und Biochemiker
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