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An den ADS Ursachen wird noch geforscht. Längst sind nicht alle Erkenntnisse bereits gewonnen, welche den Grund für ein ADS oder ein ADHS betreffen. Man geht davon aus, das Erwachsene mit ADS bzw. ADHS diese Anlagen ein Stück weit vererben, so dass Kinder mit ADS häufig auch betroffene Eltern haben. Dabei gehen die neuesten Forschungen von einem genetischen Defekt aus. Sind Eltern und Kinder von ADS oder ADHS betroffen, so erschwert dies natürlich den ungezwungenen Umgang zwischen Eltern und Kindern.
Als Ursache für ADS wurde bisher eine Fehlfunktion im Gehirn ermittelt. Dabei ist das Aufnehmen und Weiterleiten von Informationen beeinträchtigt. Beim gesunden Menschen werden die Informationen vorsortiert, sozusagen gefiltert. Er kann sich immer auf die Dinge konzentrieren, die für ihn von Interesse sind. Bei ADS Erkrankten (und übrigens auch beim ADHS) ist diese Filterfunktion gestört. Dies hat zur Folge, dass die Betroffenen noch zahlreiche Informationen zusätzlich aufnehmen. Einer solchen Reizüberflutung folgen verlangsamte oder fehlende Reaktionen. Sämtliche Informationen müssen verarbeitet werden, was das Gehirn überfordert. Vor allem das Kurzzeitgedächtnis, welches wie ein Arbeitsspeicher funktioniert, kann nicht so viel verarbeiten und speichern. Die Folge: Die Informationen geraten teilweise sofort wieder in Vergessenheit.
Man sollte bei ADS Betroffenen immer damit rechnen, dass diese ganz anders reagieren, als es ihr Umfeld erwartet. Menschen, die zum ersten Mal oder nur selten mit ADS Kindern konfrontiert werden, suchen die Schuld häufig bei den Eltern. „Schwierige“ Kinder werden noch immer als Produkt ihrer Erziehung angesehen. Ihnen wird Bösartigkeit, ein schwacher Charakter oder sogar mangelnde Intelligenz unterstellt. Und doch gab es viele berühmte Erfinder und Kreative, welche auch unter solchen Symptomen gelitten haben. Die wichtigsten Persönlichkeiten sind wohl Winston Churchill, Thomas A. Edison oder auch Albert Einstein. Auch diese wurden von ihrer Umwelt nicht verstanden. Sie langweilten sich im Unterricht und sammelten frustrierende Erfahrungen. Diese Umstände sorgen auch heute noch bei ADS Kindern (wie bei ADHS Kindern) für Schulprobleme.
Wichtig ist für die Betroffenen und ihr Umfeld, dass sie über die Krankheit und ihre Folgen informiert sind. ADS ist keine Modeerscheinung, wie dies häufig rasch abgetan wird. Die Störung der Weiterleitung von Informationen zwischen den Nervenenden bereitet sowohl den Betroffenen als auch ihren Eltern, Verwandten und Freunden großes Leid. Kein Kind ist absichtlich böswillig oder legt es darauf an, Eltern zu ärgern oder bloßzustellen. Deshalb ist es wichtig, dass die unmittelbare Umgebung um ein ADS Kind und auch das Kind selbst aufgeklärt werden über die Krankheit ADS. Zu dieser Beratung gesellt sich eine psychologische bzw. psychotherapeutische Behandlung. In manchen Fällen kommt noch eine medikamentöse Therapie hinzu, wenn das Kind älter als sechs Jahre ist und die Erkrankung eindeutig diagnostiziert wurde. Aber bei ADS kann auch häufig auf Psychopharmaka verzichtet werden (häufiger, als bei ADHS). Spezielle Trainingsprogramme erleichtern den Betroffenen den Umgang mit ADS. Ein geregelter Tagesablauf mit genauer Zeitplanung sowie feste Regeln und Vorgaben helfen, mit dem ADS im Alltag umzugehen.
ADS und ADHS sind nicht heilbar, aber wer über die Problematik informiert ist, kann man leichter mit der Diagnose umgehen und den Alltag einfacher bewältigen.
Sicher, legal und effektiv. Ein geniales Produkt.
- Dr. Gunther Karsten, Gedächtnis-Weltmeister und Biochemiker
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